Stand: 21.08.2026 • 12:52 Uhr

Er soll einer der Taucher gewesen sein, die Sprengstoff an den Nord-Stream-Pipelines anbrachten. Nach der Festnahme des Ukrainers in Kroatien entscheidet nun ein Gericht über seine Auslieferung. Zunächst kommt er in Untersuchungshaft.

Ein Gericht in Kroatien hat den Ukrainer Wolodymyr S. nach seiner Festnahme im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee in Untersuchungshaft genommen. "Mit Blick auf seine Auslieferung" an Deutschland habe eine Richterin wegen Fluchtgefahr U-Haft angeordnet, teilte das Gericht in der Küstenstadt Pula mit.

Zuvor wurde S. von einem Staatsanwalt vernommen. Am Mittwoch war er aufgrund eines von Deutschland ausgestellten Europäischen Haftbefehls in Pula festgenommen worden.

Matija Milos, der Rechtsanwalt des Ukrainers, sagte gestern vor Journalisten, sein Mandant werde die drohende Auslieferung juristisch anfechten und den Instanzenweg beschreiten. Nach kroatischer Rechtslage muss das Verfahren - einschließlich der Berufung - innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen sein.