PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolineWirtschaft (DPA)Metall-Arbeitgeber fordern mehr Reformtempo von MerzStand: 12:20 UhrLesedauer: 2 MinutenVertreter der Metall- und Elektroindustrie aus Bayern und Baden-Württemberg haben sich an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gewandet und Reformen eingefordert. Quelle: Stefan Puchner/dpaAus Süddeutschland kommt die laute Forderung nach einer Senkung der Arbeitskosten und mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit. Doch es gibt auch anderes Auffassungen in der Branche.Wirtschaftsverbände und Vertreter namhafter bayerischer und baden-württembergischer Unternehmen haben sich in einem Brandbrief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für schnelle Sozialreformen in Deutschland starkgemacht. Hohe Energiekosten, internationaler Wettbewerb und ein sich wandelndes wirtschaftliches Umfeld belasteten viele Betriebe spürbar, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.«Gerade in dieser Lage entscheidet die konkrete Ausgestaltung sozial- und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen darüber, ob Unter-

nehmen wettbewerbsfähig bleiben, Arbeitsplätze halten und Investitionen an unseren Standorten tätigen können.» Zu den insgesamt 17 Unterzeichnern gehören Vertreter von Unternehmen wie der Siemens AG, besonders stark vertreten ist die Automobilbranche mit Unternehmen wie Audi, BMW, Porsche und dem Zulieferer ZF. Darüberhinaus haben die Spitzen der Metall-Arbeitgeberverbände von Bayern und Baden-Württemberg unterschrieben.Healthineers: Regierung nicht für Wachstum zuständigAllerdings hatte sich der Vorstandschef des Dax-Konzerns Siemens Healthineers genau gegensätzlich geäußert. In einem dpa-Interview sagte Montag: «Mir persönlich gefällt dieses Rumgenörgel einfach nicht. Weil ich sage: Das sind Unternehmen, wir sind nicht in einer Planwirtschaft oder Staatswirtschaft», sagte Montag in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Dauernd auf die Regierung zu schauen, finde ich schwierig.» Er habe nicht das Verständnis, dass die Regierung für Wirtschaftswachstum verantwortlich sei, betonte der Chef des Medizintechnik-Konzerns.Arbeitskosten müssen runterIn dem Brief der Wirtschaftsführer an den Kanzler, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, der Anteil der Sozialbeiträge an den Arbeitskosten müsse von derzeit 42 Prozent wieder an die 40-Prozent-Marke angenähert werden. «Wir fordern echte Strukturreformen in allen Zweigen der Sozialversicherung, die an der Kostenseite ansetzen und den stetigen Anstieg der Ausgaben abbremsen. Nur wenn das gelingt, können wir die Arbeitskosten am Standort Deutschland wieder auf ein Niveau senken, das im internationalen