Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter ist in Ostdeutschland seit 1995 um 23 Prozent gesunken. Ende 2025 lebten in den ostdeutschen Flächenländern nur noch 7,74 Millionen Personen zwischen 15 und 66 Jahren – 1995 waren es gut 10 Millionen. Dies geht aus dem aktuellen Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft. Bricht die Zuwanderung weg, könnte der Osten laut IW-Bevölkerungsprognose bis 2045 sogar über ein Fünftel seiner Erwerbsfähigen verlieren. Vor allem in Pflege, Medizin und Handwerk könnte das laut IW zum Problem werden.

So stark ist der Osten seit 1995 geschrumpft

Ende 2025 lebten in den ostdeutschen Flächenländern noch 7,74 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 66 Jahren. Ende 1995 waren es 10,05 Millionen. Das ist ein Rückgang um 23,0 Prozent.

Die Gesamtbevölkerung ging im selben Zeitraum deutlich schwächer zurück, von 14,17 auf 12,35 Millionen. Der Anteil der 15- bis 66-Jährigen sank von 70,9 auf 62,7 Prozent. Bundesweit fiel er nur von 70,3 auf 65,9 Prozent.

Wie sich die Altersstruktur verschoben hat