Erster Großstreik bei Hyundai seit zehn JahrenBei dem südkoreanischen Autobauer Hyundai Motor haben die Beschäftigten am Freitag den ersten Großstreik seit zehn Jahren begonnen. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen, in denen die Gewerkschaft ein höheres Renteneintrittsalter sowie den Schutz von Arbeitsplätzen vor Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung fordert. Neben höheren Boni verlangen die Arbeitnehmervertreter Garantien für den Erhalt von Stellen, da der Konzern ab 2028 den verstärkten Einsatz von humanoiden Robotern plant. Der eintägige Ausstand, an dem sich auch Beschäftigte der Schwesterfirma Kia sowie Beschäftigte von Zulieferern beteiligen, spiegelt die wachsende Unruhe in der südkoreanischen Arbeitswelt wider. Einer Schätzung der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge haben Teilstreiks seit Ende Juli bereits zu einem Produktionsausfall von rund 55.200 Fahrzeugen im Wert von 1,67 Milliarden Dollar geführt. Die Gewerkschaft zeigte sich weiter offen für eine Wiederaufnahme der Gespräche, drohte jedoch mit weiteren Streiks, falls das Management keine zukunftsweisenden Vorschläge vorlege. Hyundai erklärte seinerseits, man setze auf eine Lösung durch Dialog. (Reuters)Panamakanal senkt Zahl der SchiffspassagenAngesichts zuletzt geringer Niederschlagsmengen reduziert der Panamakanal die Zahl erlaubter Schiffspassagen. Die buchbaren Durchfahrten werden ab September schrittweise von 36 pro Tag auf 32 gesenkt, wie die Verwaltung der Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik mitteilte.Trotz der laufenden Regenzeit und bereits ergriffener Wassersparmaßnahmen, um die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño abzumildern, seien zusätzliche vorbeugende Schritte erforderlich. Dadurch solle die langfristige Nachhaltigkeit des Kanalbetriebs gewährleistet werden, hieß es in einer Mitteilung. Der Panamakanal funktioniert mit Schleusen. Jedes Mal, wenn ein Schiff hindurchfährt, fließt Süßwasser ins Meer ab.Zwischen Mai und August habe es rund 34 Prozent weniger geregnet als im historischen Durchschnitt für diesen Zeitraum, teilte die Kanalbehörde mit. Prognosen zufolge sei in der Region zudem infolge von El Niño 2026-2027 mit noch geringeren Niederschlägen zu rechnen. Mit Blick auf die Trockenzeit, die im Januar beginnt, seien ein umsichtiger Umgang mit den Wasserressourcen und eine sorgfältige Überwachung notwendig, um die Wasserverfügbarkeit zu sichern.Der Panamakanal ist eine rund 80 Kilometer lange künstliche Wasserstraße, die die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet und den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Schiffen bleibt damit die lange, gefährliche Fahrt um die Südspitze Südamerikas erspart. (dpa-AFX)Holcim übernimmt Gipsfaserplatten-Hersteller FermacellDer Baustoffkonzern Holcim übernimmt den Gipsfaserplatten-Hersteller Fermacell für 840 Millionen Euro. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem bisherigen Eigentümer James Hardie Industries sei unterzeichnet worden, teilte das Schweizer Unternehmen am Donnerstagabend mit. Fermacell hat seinen Sitz in Düsseldorf, beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter an sechs Produktionsstandorten und erwartet für 2026 einen Umsatz von rund 430 Millionen Euro. Mit dem Zukauf will Holcim sein Angebot an Wand-, Boden- und Brandschutzlösungen in Europa ausbauen. Die Übernahme soll sich ab dem ersten Jahr positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken und im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen werden, sofern die zuständigen Behörden zustimmen. Für die irische James Hardie bedeutet der Verkauf einen Rückzug aus Europa. Der Faserzementhersteller will sich künftig stärker auf Nordamerika konzentrieren, nachdem Investoren die 8,75 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Baustoffkonzerns AZEK im vergangenen Jahr kritisiert hatten. (Reuters)Klaus BardenhagenSK Hynix erwägt Bau von Chipfabrik in Japan Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix erwägt einem Bericht zufolge den Bau einer Fabrik in Japan. Das Unternehmen könnte einen zweistelligen Billionenbetrag in der Landeswährung Won in das Projekt in der Präfektur Miyagi investieren, berichtete die Zeitung „Hankyoreh“ am Freitag unter Berufung auf Insider. Mit der Investition im Nordosten des Landes wolle der Konzern seine Produktionskapazitäten angesichts der weltweit wachsenden Nachfrage nach Speicherchips ausbauen. Der Vorsitzende der SK Group, Chey Tae-won, habe die Region, die als eines der japanischen Zentren für die Halbleiterindustrie gilt, kürzlich besucht. Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre dies dem Bericht zufolge die erste groß angelegte Investition eines südkoreanischen Chip-Herstellers in eine japanische Halbleiterfabrik. SK Hynix äußerte sich zunächst nicht dazu.Optikkette Fielmann senkt Umsatz- und GewinnerwartungenDeutschlands größte Optikerkette Fielmann nimmt ihre Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Jahr zurück. Das Hamburger Unternehmen begründete den Schritt am Donnerstagabend mit der schwachen Konjunktur und der schlechten Verbraucherstimmung in Deutschland, wo Fielmann rund 60 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet. Der Umsatz werde in diesem Jahr mit 2,50 bis 2,55 Milliarden Euro rund 50 Millionen geringer ausfallen als gedacht, das entspreche einem Wachstum von maximal fünf statt bis zu sieben Prozent. Dabei gehe Fielmann von einer Beschleunigung des Umsatzwachstums aus, dank mehr Personal und höherer Produktivität.Die gebremste Umsatzentwicklung wirke sich in diesem Jahr aber auch auf das Ergebnis aus, weil Kostendisziplin nur einen Teil der Umsatzeinbußen abfedern könne. Fielmann erwarte deshalb für 2026 nur noch ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von 560 bis 580 Millionen Euro. Die Spanne liege um 30 Millionen Euro unterhalb der bisherigen Zielmarke. Die bereinigte Umsatzrendite vor Steuern werde bei zwölf Prozent liegen; bisher hatte Fielmann bis zu 13 Prozent in Aussicht gestellt. Fresenius baut Beteiligung an FMC auf 25 Prozent abDer Gesundheitskonzern Fresenius baut seine Beteiligung am Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) weiter ab. 7,8 Millionen FMC-Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro seien an institutionelle Investoren abgegeben worden, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Fresenius reduziert seinen Anteil damit auf rund 25,0 von 27,8 Prozent. „Mit diesem Schritt schaffen wir zusätzlichen Spielraum, um Kapital gezielt in unsere Wachstumsplattformen zu investieren“, sagte Fresenius-Chef Michael Sen. Mit dem Erlös will Fresenius aber auch Schulden abbauen.Sen treibt seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren den Umbau von Fresenius voran. Im Mittelpunkt steht die Konzentration auf die operativen Töchter Kabi und Helios. Der wichtigste Schritt war dabei die Entkonsolidierung der einstigen Sorgentochter FMC aus der Bilanz vor drei Jahren. Damals hielt Fresenius noch 32,2 Prozent. Modehändler Shein verschiebt Börsengang offenbar auf SeptemberDer chinesische Billigmodehändler Shein verschiebt seinen Börsengang in Hongkong einem Bericht der „South China Morning Post“ zufolge auf September. Shein wolle die Zeit nutzen, um zahlreiche Ankerinvestoren an Bord zu nehmen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Investmentbanken, die die Emission organisierten, erwögen, mit eigenen Fonds als Ankerinvestoren aufzutreten.Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Montag berichtet, dass Shein noch in dieser Woche den Startschuss für den Börsengang geben wolle, zu einer Bewertung von rund 25 Milliarden Dollar – einem Viertel der 100 Milliarden, die einer Finanzierungsrunde vor vier Jahren zugrunde gelegen hatten. Ursprünglich hatte Shein zwischen 30 und 40 Milliarden Dollar Bewertung veranschlagt. Dem Bericht zufolge soll die Zeichnungsfrist nun am kommenden Montag (24. August) beginnen. Absatz von E-Lkw und -Bussen auf der Welt 2025 fast verdoppeltDie Verkäufe von Elektro-Lkw und -Bussen auf der Welt haben sich im Jahr 2025 fast verdoppelt. Mit rund einer halben Million verkaufter Fahrzeuge legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 86 Prozent zu. Dies ergab eine Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT), die vorab vorlag. Treiber des Wachstums waren demnach vor allem die Verkäufe von E-Lkw in China.China vereinte der Studie zufolge knapp 90 Prozent der gesamten Verkäufe auf sich. Im Segment der mittelschweren und schweren Lkw hätten sich die Verkäufe innerhalb von zwei Jahren mehr als verfünffacht. Fast 30 Prozent der in China verkauften schweren Lastwagen seien im Jahr 2025 vollelektrisch gewesen. Sinkende Batteriekosten und staatliche Fördermaßnahmen hätten diese Entwicklung begünstigt.Auch in anderen wichtigen Märkten zog die Nachfrage laut ICCT an. Die Europäische Union, Indien, Brasilien und Großbritannien verzeichneten zweistellige Zuwachsraten, die vor allem auf den Ausbau elektrisch angetriebener Busflotten zurückzuführen waren. Elektrobusse machten international 17 Prozent aller Busverkäufe aus. Tonies steigert Umsatz – verdient aber wenigerDer Spielwarenhersteller Tonies hat im ersten Halbjahr dank der starken Nachfrage nach der Toniebox 2 den Umsatz deutlich gesteigert, operativ aber weniger verdient. „Das erste Halbjahr 2026 war stark – in jedem Segment, über alle Kategorien hinweg, und mit unterm Strich 41 Prozent Wachstum“, sagte Konzernchef Tobias Wann laut Mitteilung vom Donnerstag. An seiner Prognose für 2026 hält der Manager fest. Die Tonies-Aktie gab an der Börse jedoch im Kurs nach. Für das Papier ging es am Donnerstag zeitweise um rund sechs Prozent abwärts. Am Mittag gehörte es mit einem Abschlag von knapp drei Prozent auf rund zwölf Euro immer noch zu den größeren Verlierern im Kleinwerteindex S-Dax. Seit Jahresbeginn hat die Aktie aber fast 13 Prozent an Wert gewonnen. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate liegt das Plus sogar bei etwas mehr als 90 Prozent. Treiber war hier der Erfolg der Toniebox 2.Analyst Felix Dennl vom Bankhaus Metzler bescheinigte dem Spielwarenhersteller eine weiterhin solide Entwicklung. Der Umsatzanstieg rage in dieser Berichtssaison im Konsumgütersektor positiv heraus und stehe mit Blick auf die Regionen auf einer breiten Basis. Dies bestätige die Attraktivität der neuen Toniebox 2 und eine robuste Markendynamik. Südkorea will erstes Containerschiff durch Arktis schickenInmitten der starken Beeinträchtigungen des weltweiten Schiffsverkehrs durch den Iran-Krieg will Südkorea ab dieser Woche sein erstes Containerschiff durch die Arktis schicken. Geplant sei, dass die "Panstar Acro" der Reederei PanStar Line Dot Com am Samstagabend in Busan startet, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Meeres- und Fischereiministeriums am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Der Zeitplan könne sich angesichts der Wetterbedingungen jedoch noch ändern.Das Containerschiff soll über die Arktis nach Felixstowe in Großbritannien, Rotterdam in den Niederlanden und Danzig in Polen fahren, ehe es anschließend zurückfährt. Die gesamte Reise soll rund 45 Tage dauern. Es ist ein Test, ob eine durch das schmelzende Eis eröffnete Route wirtschaftlich rentabel sein kann.Die übliche Seeroute verläuft durch den Suezkanal und das Mittelmeer. Eine Fahrt durch die Arktis kann die Reise nach Angaben des Korea Institute for International Economic Policy um 7000 Kilometer und rund zehn Tage verkürzen.Das weltweit erste Containerschiff fuhr 2018 durch die Arktis. Am Samstagabend brach das chinesische Containerschiff "Dubai Tower" in Ningbo im Osten Chinas zu einer Fahrt nach Europa durch die Arktis auf.Umweltschützer befürchten, dass der erhöhte Schiffsverkehr das Eis der Arktis schneller schmelzen lässt. Mehrere Reedereien wie die deutsche Hapag-Lloyd, die Schweizer MSC und die französische CMA CGM haben deshalb zugesagt, Routen durch die Arktis vorerst zu meiden. (AFP)Mayr-Melnhof mit EtragsdelleDer österreichische Verpackungskonzern Mayr-Melnhof (MM) bilanziert zum Halbjahr mit einem scharfen Gewinnknick. Der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 81 Prozent auf 31,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Verantwortlich dafür ist vor allem der Sondereffekt aus dem Verkauf der auf Zigaretten-Spezialpapier spezialisierten TANN-Gruppe im Vorjahr.Bereinigt um den TANN-Verkauf belief sich das Umsatzminus auf 4,7 Prozent, der bereinigte operative Ertrag vor Abschreibungen schrumpfte auf vergleichbarer Basis um 3,5 Prozent auf 200,2 Millionen Euro.Für die zweite Jahreshälfte erwartet der größte Hersteller von Recyclingkartons der Welt und Europas führender Produzent von Faltschachteln weiterhin eine verhaltene Konsumentennachfrage sowie höhere Transport-, Energie-, Chemikalien-, Holz- und Altpapierkosten. dm plant Herz-Kreislauf-Check in DrogerienTrotz anstehender Prozesse zu Gesundheitsdienstleistungen möchte die Drogeriemarktkette dm ihr Angebot ausbauen – und auf den Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausweiten. „Das ist die häufigste Todesursache in Deutschland", sagte Sebastian Bayer, Geschäftsführer Marketing + Beschaffung. Mittlerweile sei die technologische Entwicklung so weit, dass man mit Sensorik viele Vitaldaten und Parameter ohne größeren Aufwand zuverlässig erfassen könne. Dafür reiche es beispielsweise, sich angezogen in eine Kabine zu stellen.Einen genauen Termin für die Einführung eines solchen Angebots nannte Bayer nicht. „Ich gehe aber davon aus, dass wir noch in diesem Kalenderjahr an den Start gehen." Unklar blieb zunächst auch, mit welchen Partner das Karlsruher Unternehmen hierbei zusammenarbeiten möchte.Vor rund einem Jahr hatte dm angefangen, in ausgewählten Pilotfilialen Haut- und Blutanalysen oder Augenscreenings anzubieten. Bei den Augenscreenings geht Bayer zufolge schon bald eine zweite Testphase los: Sowohl in ländlichen Regionen in Schleswig-Holstein, in denen es vergleichsweise wenige Augenärzte gebe, als auch in Großstädten wolle dm schauen, wie das Angebot dort jeweils angenommen wird. Die Zahl der Filialen, die ein solches Augenscreening anbieten, solle von derzeit 8 auf 30 steigen. Die Umbauarbeiten seien für Ende August und September geplant.Die Analyse von Blutwerten sei im Moment ausgesetzt, habe sich aber als ein relevantes Angebot für Kundinnen und Kunden erwiesen, sagte Bayer. „Das will dm stärker selbst in die Hand nehmen." Mit Blick auf die Hautuntersuchungen gehe es aktuell vor allem darum, die Vermittlung an einen Online-Hautarzt zu verbessern.Verbände von Haut- und Augenärzten hatten die Angebote kritisiert. Die Wettbewerbszentrale ist sogar wegen des Augenscreenings vor Gericht gezogen. Der Verein, der unter anderem Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft vertritt, verlangt unter anderem, dass dm in den Filialen kein Augenscreening zur Feststellung von Augenkrankheiten durch Menschen durchführen lässt, die keine Ärzte sind, und solche Angebote nicht bewirbt. Am 9. September will hierzu das Landesgericht Karlsruhe verhandeln. Am Düsseldorfer Landgericht ist im November ein weiterer Prozess angesetzt. Dort geht es um den Kooperationspartner von dm. (dpa-AFX) Luftfahrtboom befeuert österreichischen Zulieferer FACCDas Unternehmen FACC erhält Rückenwind vom anhaltenden Luftfahrtboom. Zum Halbjahr stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 8,6 Prozent auf 526 Millionen Euro. Operativ betrug die Marge 4,8 nach 3,8 Prozent.Getragen werde die positive Entwicklung von einer anhaltend hohen Nachfrage nach neuen Verkehrsflugzeugen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Als Entwicklungspartner und Lieferant aller großen internationalen Flugzeug- und Triebwerkshersteller profitiert FACC unmittelbar davon. Demnach planen Airbus, Boeing, COMAC und Embraer in diesem Jahr, gemeinsam rund 1700 neue Flugzeuge an ihre Kunden auszuliefern. Gleichzeitig umfasse der weltweite Auftragsbestand der Fluglinien über 18.000 bestellte Flugzeuge, was die Produktion für die nächsten sieben bis zehn Jahre auslasten werde.Die zivile Luftfahrtindustrie steht nach Einschätzung des Managements vor einem Wachstumsschub. "Man geht davon aus, dass sich die Zahl der Flugpassagiere in den kommenden zwanzig Jahren mehr als verdoppeln wird", skizzierte der Vorstand die Aussichten. Die aktuelle Krisensituation im Nahen Osten tue dem weltweiten Luftverkehrsaufkommen keinen Abbruch. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatzwachstum von zehn bis 15 Prozent und einer steigenden Ertragskraft. Entsprechend dürfte die operative Marge zwischen 5,25 und 6,25 Prozent ausfallen.Italienische Rettung für Stahlwerk in Taranto?Eine Allianz aus vierzehn italienischen Stahlunternehmen hat Interesse für die Übernahme des großen Stahlwerks in Taranto in Süditalien bekundet. Das als „Ex-Ilva“ bekannte Werk des Unternehmens Acciaierie d'Italia, das sich in einem Insolvenzverfahren befindet, war einst das größte Stahlwerk Europa, es vegetiert nach dem Ausstieg von Arcelor Mittal heute jedoch nur noch vor sich hin. Nun hat erstmals eine Reihe italienischer Mittelständler aus der Branche Zugang zum Datenraum beantragt. Nach eigenen Angaben ist die Gruppe der Unternehmen aber nur am so genannten Kaltbereich des Werkes interessiert, also etwa am Walzen, Beschichten, Lackieren und Zuschneiden. „Perspektivisch könnte man über einen Elektrolichtbogenofen nachdenken“, sagte der italienische Stahlverbandspräsident Antonio Gozzi. Denn im Fall einer Schließung des Warmbereichs müssten große Mengen von vier bis fünf Millionen Tonnen Stahl extern eingekauft werden, was schwierig sei. Wer die Hochöfen von Tarent modernisieren und betreiben will, ist derzeit aber unklar. Die Verhandlungen setzen sich fort.Ein Mailänder Berufungsgericht hatte am 27. Juli entschieden, dass der zentrale Warmbereich mit seinen Hochöfen bis Ende Oktober stillgelegt werden muss, weil er durch Asbest und Feinstaub die Umwelt schädige. Das würde große Einschnitte in der Belegschaft nach sich ziehen. In diesem Jahr hatte die italienische Regierung mit dem indischen Unternehmen Jindal und mit der amerikanischen Flacks Group über die Übernahme des ganzen Werkes verhandelt. Sie sucht seit langer Zeit nach einer Lösung.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Business-Liveticker: Erster Großstreik bei Hyundai seit zehn Jahren | FAZ
Panamakanal senkt Zahl der Schiffspassagen +++ Holcim übernimmt Gipsfaserplatten-Hersteller +++ SK Hynix erwägt Bau von Chipfabrik in Japan +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.












