China scheint weitere Schritte zu unternehmen, um Taiwan unter die Kontrolle Pekings zu bringen. So wird berichtet, dass der chinesische Zoll den Export von Werkstoffen für Elektronik und Luftfahrt sowie optische Rohstoffe nach Taiwan aufhält. Das erschwert und verzögert die Produktion der importierenden Unternehmen, denn die Materialien sind anderswo kaum zu beziehen. Gleichzeitig scheint Peking taiwanische Bürger zu gängeln, indem China-freundliche Staaten diesen die Einreise erschweren.

Die Erzeugung wirtschaftlichen Drucks seitens Großmächten wie China oder den USA ist üblich geworden. 2023 beschränkte China den Export wichtiger Metalle für die Energiewende, da die Niederlande den Export modernster Chip-Belichtungssysteme nach China verboten hatten. Und 2024 verbot China den Export wichtiger Rohstoffe in die USA als Reaktion auf Sanktionen, die Washington eingeleitet hatte, um härter gegen die chinesische Halbleiterindustrie vorzugehen.

Zoll verzögert Rohstofflieferungen nach Taiwan

Jetzt meldet Nikkei Asia, dass taiwanische Hersteller der Technologiebranche seit dem letzten Jahr mit erheblichen Verzögerungen und Hürden kämpfen, um Rohstoffe wie Germanium und Quarz-basiertes Material aus China zu importieren. Diese würden demnach vom Zoll aufgehalten, indem die exportierenden chinesischen Firmen vorstellig werden mussten, um Fragen zu den Lieferungen zu beantworten. Das hätte Lieferzeiten teilweise um Monate verlängert, sodass manche taiwanische Hersteller bereits Aufträge verloren hätten.