Auf Polymarket waren bis zum Frühjahr mehr als 150 Konten aktiv, bei denen ein Verdacht auf Wetten mit Insiderinformationen aus dem Militär vorliegt. Das legt eine Analyse des gemeinnützigen Anti-Corruption Data Collective (ACDC) nahe, das Korruptionsbekämpfung mit Datenanalyse unterstützen will. Gesucht hat das Analyseteam demnach Konten, die auf Polymarket ungewöhnlich hohe Einsätze auf besonders unwahrscheinliche Ereignisse („Longshots“) gewettet haben. Auf Polymarket gab es solche Wetten mit einem Militärbezug, die eine besonders hohe Erfolgsrate aufwiesen. Bis zum 5. Mai haben demnach 152 Accounts 2 Millionen US-Dollar auf solche Ereignisse gewettet und bei einer Erfolgsrate von 97,2 Prozent insgesamt 8 Millionen gewonnen.
Ungewöhnliches Verhalten
Polymarket gehört zu mehreren Internetplattformen, auf denen Nutzer und Nutzerinnen auf das Eintreten der unterschiedlichsten Ereignisse wetten können. Die Plattformen stehen schon länger unter Beobachtung, unter anderem wegen des Verdachts, dass hier mit Insiderwissen Geld gemacht wird. In Israel sollen Personen mit militärischen Hintergrundinformationen auf Ereignisse gewettet haben, in dem Land wurde im Frühjahr ein Journalist bedroht. Er sollte einen Bericht ändern, der eine millionenschwere Wette aufgelöst hat. In Frankreich gab es im April Hinweise darauf, dass jemand im Zusammenhang mit Onlinewetten Temperaturmessungen der Wetterbehörde manipuliert hat.











