Karl Lauterbach hält die Hitzetoten-Zahlen des RKI für zu niedrig. Inhaltlich hat er recht – für die Diskussion ist die Kritik dennoch fatal.
Karl Lauterbach hält die Zahl von 14.000 Hitzetoten für zu niedrig und löst damit eine Debatte über die RKI-Schätzung aus
Chris Emil Janßen/imago
E ndlich wird über die Zahl der Hitzetoten debattiert. Rund 14.000 Menschen, so schätzte das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem neuen Wochenbericht am Donnerstag, sind in diesem Sommer durch die vom Klimawandel verstärkten Hitzewellen vorzeitig ums Leben gekommen. Fast 10.000 allein an den wenigen Tagen Ende Juni, als republikweit die Temperaturrekorde gebrochen wurden.
Das sind, nur um mal die Dimension begreiflich zu machen, zehnmal mehr als durch den Mauerbau, an den kürzlich erinnert wurde, und die innerhalb von 29 Jahren starben. Dreimal mehr, als durch den Terroranschlag 2001 in New York ums Leben kamen, dessen 25. Jahrestag im September begangen wird. Aber 10.000 Tote in ein paar Tagen in Deutschland? Die lassen das Land bisher seltsam unberührt.







