Stand: 20.08.2026 • 17:43 Uhr

Finanzielle Sorgen, angespannter Wohnungsmarkt und Druck im Berufsleben: Immer mehr Auszubildenden macht das zu schaffen, so der aktuelle Ausbildungsreport des DGB. Der Gewerkschaftsbund sieht die Politik in der Pflicht.

Darja Grabow ist Auszubildende in einer Schreinerei in Meersburg am Bodensee. Rund 1.000 Euro brutto verdient sie im zweiten Lehrjahr. Nicht wenig im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen - aber knapp, wenn man auf Inflation, die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt und generell steigende Lebenserhaltungskosten schaut. "Man merkt schon, wie viel Nebenkosten anstehen bei der Ausbildung an sich", sagt Grabow. "Ich finde, Azubis verdienen nicht ganz so viel, wie man sich das immer so vorstellt."

Ausgerechnet jetzt will das Land-Baden Württemberg bei den Zuschüssen für Azubis sparen. Nach SWR-Informationen sollen die Wohnzuschüsse, die es bisher in vielen Ausbildungsberufen gab, wegfallen. Betroffen sind Azubis, die mehr als zwei Stunden Fahrtzeit vom Wohnort entfernt auf eine Berufsschule gehen müssen.

3.000 Euro mehr Belastung im Jahr