FeuilletonMedien und FilmMedienpolitikFAZ+Artikel in der „taz“ : Deutsche und Israelis sollen die Sündenböcke seinVon Nikolai Klimeniouk20.08.2026, 06:18Lesezeit: 6 Min.Der Deutsch-Palästinenser Mohamed Ibrahim erklärt in der „taz“, warum er nicht mehr „deutsch“ sein will. Seine Begründung besteht in der Klitterung der Geschichte, auch der seiner eigenen Familie.Dieser Text sollte eigentlich in der „taz“ erscheinen, als Replik auf den dort veröffentlichten Artikel „Warum ich die Vorsilbe ‚Deutsch‘ wieder ablegte“. Sein Autor, Mohamed Ibrahim, beklagt die angeblich mangelnde Solidarität der Deutschen mit Palästinensern und erklärt, dass er sich deswegen nicht mehr „deutsch“ nennen möchte. Gleich zu Beginn schreibt er, sein 1945 geborener Vater habe drei Jahre später wegen der „Nakba“ – der Flucht oder Vertreibung von Palästinensern während des Palästina-Kriegs – keine Impfung gegen Kinderlähmung erhalten und sei deswegen erkrankt. Der weltweit erste Polio-Impfstoff wurde allerdings erst 1955 zugelassen.

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