Der Suizid des Tatverdächtigen von Stade und ein Missbrauchstäter auf Hafturlaub beschäftigen den Strafvollzugsausschuss in Niedersachsen.
Verteidigt das Vorgehen des Justizvollzugs, nur in einem Punkt kündigt sie Nachbesserungen an: Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD)
Julian Stratenschulte/dpa
Prognosen sind ein schwieriges Geschäft. Der Unterausschuss Justizvollzug und Straffälligenhilfe des niedersächsischen Landtages musste sich nun mit gleich zwei Fällen befassen, in denen sie gründlich danebengingen. In beiden Fällen scheint es Straftätern gelungen zu sein, die psychologischen Begutachter gründlich hinters Licht zu führen.
Da war zum einen der aufsehenerregende Suizid des Tatverdächtigen von Stade. Der Mann, der im dringenden Verdacht stand, sechs Sozialarbeiter*innen in einem Mutter-Kind-Heim erschossen zu haben. Mutter und Kind waren dort in Obhut genommen worden, weil der Verdacht bestand, das Kind sei geschüttelt und dadurch schwer verletzt worden. Der Tatverdächtige strangulierte sich nach 20 Tagen in der Untersuchungshaft in der JVA Bremervörde.






