PfadnavigationHomeRegionalesHessenDobrindt: «Wettrüsten» bei Drohnenabwehr wird DaueraufgabeStand: 12:50 UhrLesedauer: 2 MinutenBei der Fliegerstaffel der Bundespolizei in Fuldatal gibt es neben Hubschraubern auch Drohnen. Sie werden beispielsweise eingesetzt, um Personen im Gleisbett zu lokalisieren. Quelle: Katharina Kausche/dpa-Pool/dpaDie Bundespolizei baut ihre Drohnenabwehr deutlich aus. Was der schwerwiegende Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle damit zu tun hat.Der Aufbau von Fähigkeiten zur Abwehr von Drohnen wird für die Bundespolizei in den kommenden Jahren eine Daueraufgabe und große Herausforderung sein. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) betont bei einem Besuch der Fliegerstaffel der Bundespolizei im hessischen Fuldatal, man richte sich auf ein «Wettrüsten» zwischen der eigenen Drohnenabwehr und Angreifern, die versuchten, diese Abwehr zu überwinden.Die neue Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei, die Dobrindt im Dezember in Dienst gestellt hatte, zählt aktuell 70 Einsatzkräfte. Ihre Zahl soll bis zum Jahresende auf 300 Beamte anwachsen. Der Aufwuchs ist eine Reaktion auf den bisher schwerwiegendsten Vorfall mit einer Drohne.Sprengstoff-Drohne und KonsequenzenDie mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem «schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland».Eine russische Urheberschaft wird von vielen Politikern vermutet. Dobrindt hat Forderungen, dies auch eindeutig öffentlich zu benennen, zurückgewiesen. Er wolle die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten und, sobald diese vorliegen, dann auch gleich - zusammen mit dem Kanzleramt und anderen sicherheitsrelevanten Ressorts - über angemessene Konsequenzen entscheiden.Drohnen und HubschrauberDer Minister, der die Bundespolizei als Teil einer zweitägigen Sommertour besucht, ließ sich in Fuldatal bei Kassel, wo 14 Hubschrauber und rund 120 Mitarbeiter stationiert sind, nicht nur Drohnen zeigen, mit denen etwa Menschen im Gleisbett oder Glutnester bei Waldbränden gesucht werden können.Auch eine Vorführung zur Entschärfung von Sprengsätzen war für ihn vorbereitet. Andere Bundespolizisten zeigten, wie Hubschrauber Wasser aufnehmen, um in Amtshilfe für die Länder bei der Bekämpfung großer Vegetationsbrände zu helfen.dpa-infocom GmbH