Die BayernLB wäre ohne ihre Tochtergesellschaft DKB eine deutlich kleinere Bank. Dessen ist sich der Vorstandsvorsitzende der Landesbank, Stephan Winkelmeier, bewusst. Er bedankte sich am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen ein weiteres Mal bei der in Berlin ansässigen Direktbank für die starken Zahlen. Die DKB verbesserte im ersten Halbjahr 2026 ihren Gewinn vor Steuern um 18 Prozent auf 662 Millionen Euro. Im BayernLB-Konzern erhöhte sich das Ergebnis dagegen nur um 4,5 Prozent auf 779 Millionen Euro.Vom Konzerngewinn entfielen in der ersten Jahreshälfte 85 Prozent auf die Direktbank. Im Vorjahreszeitraum betrug der Gewinnanteil noch 75 Prozent. Als erfreulich wertete BayernLB-Finanzvorstand André Haag den deutlichen Anstieg des Zinsüberschusses. Dieser erhöhte sich um 18 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das führte Haag auf das gestiegene Zinsniveau zurück, aber vor allem auf die Ausweitung des Kredit- und Einlagengeschäfts. Auch im Zinsüberschuss war die DKB die wesentliche Ertragssäule mit einem Plus von einem Viertel auf knapp 1,1 Milliarden Euro.Vorsichtige Prognosen für das GesamtjahrFür das Gesamtjahr bleibt Winkelmeier vorsichtig. Unverändert erwartet der Vorstand ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro. Das wäre weniger als im Vorjahr, das mit einem Gewinn von 1,375 Milliarden Euro abgeschlossen wurde. Zudem verweist der Vorstand auf die erheblichen geopolitischen Risiken und wirtschaftlichen Herausforderungen, die ein erhöhtes Maß an Unsicherheit für die aktuelle Prognose bedeuten. Auch der Vorstand der DKB um den Vorsitzenden Sven Deglow rechnet mit einem etwas geringeren Gewinn als 2025.Er bestätigte am Donnerstag seine Prognose von einer Milliarde Euro nach dem Rekordgewinn im Vorjahr von 1,176 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelt sich nach Angaben der DKB das Wertpapiergeschäft. Die Zahl der Wertpapierdepots erhöhte sich zwischen Jahresanfang und Ende Juni um knapp vier Prozent auf 929.000. Das Depotvolumen stieg in diesem Zeitraum um rund elf Prozent auf 44,6 Milliarden Euro. Der Vorstand will im Rahmen seiner Strategie „DKB 2030“ die Zahl der Depots auf mehr als zwei Millionen steigern. Das Wertpapiergeschäft betrachtet der DKB-Vorstand als strukturellen Wachstumstreiber und zweites Ankerprodukt neben dem Girokonto.
DKB trägt 85 Prozent zum BayernLB-Gewinn bei
Die Tochtergesellschaft trägt zum Gewinn der Bayerischen Landesbank 85 Prozent bei. Ihr Gewinn steigt deutlich schneller als der des Konzerns.






