Mit „Hiddensee“ von Annekatrin Hendel sowie „Salz und Wasser“ von Ines Reinisch kommen gleich zwei Dokumentarfilme mit maritimen Themen in die Kinos.
Fotoshooting am Strand in „Hiddensee“
Weltkino
„Hauptmann oder Ballermann?“ steht an einer Hausfront auf der Ostseeinseln Hiddensee, und mit diesem Bild bringt Annekatrin Hendel in ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm die beiden Pole auf den Punkt, zwischen denen sich ihr Film bewegt. Der Dramatiker, Schriftsteller und Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann baute sich im Jahr 1929 auf der Insel ein Haus, oder besser eine Residenz, und war damit einer der ersten Prominenten, die in den nächsten Jahrzehnten dort lebten oder ihren Urlaub verbrachten. Heute ist Hiddensee jedoch auch eine Touristenhochburg mit rund 250.000 Tagesgästen pro Jahr.
„Da oben hat der Einstein mal gewohnt!“, sagt einer der Inselbewohner und zeigt auf ein Fenster unter dem Dach eines eher bescheidenen Häuschens. „Zickezacke – Zickezacke!“, feuert der Schlagersänger Jürgen Drews von einer kleinen Bühne aus sein Publikum an – doch ein wütender Inselbewohner schreit ihm entgegen: „Dat nütscht dir nix – hier ist keen Mallorca!“








