Bei der routinemäßigen Überwachung der Badeseen im Landkreis München sind jetzt auch im Heimstettener See bei Kirchheim Anzeichen für eine vermehrte Blaualgenentwicklung festgestellt worden. Wie das Gesundheitsamt München-Land mitteilt, sind in der am Südufer entnommenen Wasserprobe einzelne Gattungen von Cyanobakterien nachgewiesen worden. Diese werden umgangssprachlich als Blaualgen bezeichnet. Die Behörde rät daher bis auf Weiteres vom Baden im gesamten „Fidschi“, wie der See auch genannt wird, ab. Entsprechende Hinweisschilder sollen am See aufgestellt werden.Ein Badeverbot gebe es aktuell nicht, heißt es weiter. Zum einen sei das Vorkommen der Blaualgen derzeit nicht stark ausgeprägt, auch die Wetterprognose für die nächsten Tage lasse nicht darauf schließen, dass viele Badegäste am See sein werden. Eine Gesundheitsgefährdung für Menschen und Tiere kann laut dem Landratsamt dennoch nicht ausgeschlossen werden. Daher sollten Besucher des Heimstettener Sees die Warnung ernst nehmen und vor allem ihre Kinder im Blick haben. Hunde und andere Tiere sollten ebenfalls vom Wasser ferngehalten werden und nicht aus dem See trinken oder darin baden.Das Badeverbot am Deininger Weiher bleibt vorerst bestehen. Sebastian GabrielAuf das Schwimmen im Deininger Weiher allerdings muss weiterhin verzichtet werden. Aufgrund der immer noch sichtbaren Schlieren und Algenteppiche sowie der weiterhin auffälligen Wasseranalysen kann für das Gewässer derzeit noch keine Entwarnung gegeben werden – das Badeverbot bleibt bestehen. Das Gesundheitsamt kontrolliert den Deininger Weiher weiterhin engmaschig.Das für die kommenden Tage angekündigte Wetter mit kühleren Temperaturen und Niederschlägen könnte sich der Mitteilung zufolge positiv auf die Entwicklung an den Seen auswirken. Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen waren für eine Massenvermehrungen von Cyanobakterien äußerst günstig, wie das Gesundheitsamt schreibt. Die von einigen Gattungen produzierten Giftstoffe (Cyanotoxine) könnten bei Badenden gesundheitliche Probleme verursachen. Hauptsächlich Kleinkinder und Tiere seien gefährdet, wenn sie beim Spielen oder beim Aufenthalt am Ufer bewachsene Wasserpflanzen, Steine oder Treibgut in den Mund nähmen und belastetes Wasser schluckten.