Die Hamburger Steuerbehörden tun sich schwer, ihre offenen Stellen zu besetzen. So bleibt manche Steuererklärung ungeprüft, die geprüft werden sollte.
Hier geht’s ums Geld: Hamburger Finanzbehörde
Christian Charisius/dpa
In der Hamburger Finanzverwaltung ist ein großer Teil der Stellen nicht besetzt. Das hat mit den besonderen Anforderungen und sinkenden Bewerberzahlen zu tun. Doch der Personalmangel erhöht die Belastung der Belegschaft. Die Linke befürchtet, dass der Fiskus deshalb so manchen Euro liegen lässt. Zum Jahresende 2025 verjährten 263 Millionen Euro an Steuerforderungen, wie eine parlamentarische Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten David Stoop (Linke) ergab.
Auffällig sei dabei, dass der Großteil der Verjährungen auf die Umsatzsteuer, die Gewerbesteuer oder die Körperschaftssteuer entfalle, stellt Stoop fest. Bei der Lohnsteuer verjährte ein viel geringerer Betrag. „Während die Lohnabhängigen also brav ihre Steuern entrichten, sind es also vor allem Unternehmen, deren Steuerschulden erlassen oder ausgesetzt werden“, kritisiert der Abgeordnete.






