Blockade der Straße von Hormus hält an – Kaum SchiffsverkehrDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran stark eingeschränkt. Am Mittwoch durchfahren Daten des Anbieters Kpler zufolge lediglich neun Rohstoff-Frachter die Meerenge, eine unveränderte Zahl zum Vortag. Während US-Präsident Donald Trump erklärt, die Meerenge sei offen, bezeichnet der Iran sie als geschlossen. Auch in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer verlangsamt sich der Verkehr. Dort werden 27 Frachter gezählt nach 32 am Vortag.Großbritannien verurteilt israelische SiedlungspläneGroßbritannien hat die israelische Ausschreibung für das umstrittene Siedlungsprojekt E1 scharf verurteilt. Der britische Außenminister Ed Miliband bestellte deswegen am Mittwoch den Geschäftsträger des Landes ein. Das Projekt würde Land durchschneiden, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen. Zudem habe er dem israelischen Außenminister Gideon Sa'ar deutlich gemacht, dass die israelische Regierung die E1-Pläne sofort stoppen, die Ausschreibung zurückziehen und jeglichen Siedlungsausbau einstellen müsse, sagte Miliband.Trump droht Iran mit „Wirtschaftskrieg“Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem beispiellosen „Wirtschaftskrieg“ gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit „GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.Noch keine Festlegung auf Sanktionen gegen Israel-MinisterBundesaußenminister Johann Wadephul hat die Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir zu gezielten Tötungen von Palästinensern in Gaza scharf kritisiert. Bei der Frage nach möglichen Sanktionen legt er sich aber noch nicht fest. „Die Äußerungen von Herrn Ben-Gvir sind unsäglich und völlig inakzeptabel“, sagte der CDU-Politiker bei einem Schweiz-Besuch in der Hauptstadt Bern. Über die Konsequenzen dieser „menschenverachtenden Ausfälle“ werde man nun innerhalb der Europäischen Union beraten, fügte er hinzu. „Deutschland wird sich daran beteiligen.“ Der rechtsextreme Polizeiminister Ben-Gvir hatte unter anderem gesagt: „Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen.“ Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten.Sanitäter in Gaza: Neun Tote bei israelischem Luftangriff auf PolizeiwacheBei einem israelischen Luftangriff auf eine Polizeiwache im Gazastreifen werden Sanitätern zufolge neun Palästinenser getötet. Unter den Opfern des Angriffs auf die Zentrale der Stadtpolizei befinden sich mehrere teils hochrangige Beamte, wie das von der Hamas geführte Innenministerium und Polizeikreise mitteilen. Zudem werden 15 Menschen verletzt. Bei einem weiteren Luftangriff im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens kommt ein Palästinenser ums Leben. Das israelische Militär erklärt dazu, dieser Einsatz habe einem Hamas-Kämpfer gegolten. Zu dem Vorfall in der Polizeistation äußert sich das Militär zunächst nicht.Kanzler kritisiert Israels Polizeiminister und Siedlungsbau scharfBundeskanzler Friedrich Merz hat den israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir sowie die israelischen Pläne für weiteren Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten scharf kritisiert. Die „menschenverachtenden, völkerrechtswidrigen Appelle“ von Ben-Gvir seien für den Kanzler nicht hinnehmbar, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Zugleich deutete er an, dass Deutschland trotz der Solidarität mit Israel EU-Sanktionen gegen einzelne Mitglieder der israelischen Regierung mittragen könnte. Er verwies darauf, dass der EU-Rat entschieden habe, gezielte Maßnahmen gegen radikale Politiker vorzubereiten, die zur Verletzung der Menschenwürde und des Völkerrechts aufriefen. Heftige Kritik gab es auch daran, dass die israelische Regierung den Bau von 1000 Wohneinheiten im sogenannten E1-Gebiet im Westjordanland ausgeschrieben habe. Der Bundeskanzler beobachte dies „mit großer Sorge“, sagte der Sprecher. Er habe Ministerpräsident Benjamin Netanjahu immer wieder in vertraulichen Gesprächen vor dieser Politik gewarnt.