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Iran-Krieg: Iran gewährt irakischen Öltankern Passage durch Straße von Hormus Live-Blog Trump: Iran ist noch nicht bereit für richtiges Abkommen +++ Iran nennt Trumps „Wirtschaftskrieg“ völkerrechtswidrig +++ US-Militär: 68 Handelsschiffe im Zuge von Iran-Blockade umgeleitet +++ Der Newsblog.

Handelsschiffe in der Straße von Hormus: Der Irak hat eine Sondergenehmigung erhalten. Foto: Wen Xinnian/Xinhua/dpaIran gewährt irakischen Öltankern Passage durch Straße von HormusDer Iran erlaubt mehreren irakischen Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Dies meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA. Die Führung in Teheran reagiere damit auf wiederholte Bitten aus dem Irak, die sie über verschiedene Kanäle erreicht hätten. Die Erteilung der Sondergenehmigung war eine der Hauptforderungen Bagdads während des jüngsten Besuchs des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf im Irak.Trump: Iran ist noch nicht bereit für richtiges AbkommenUS-Präsident Donald Trump hält den Iran nach eigenen Worten noch nicht für bereit, das „richtige Abkommen“ abzuschließen. Die USA beobachteten die Entwicklungen in dem Konflikt genau, sagt Trump vor Journalisten auf die Frage, ob die militärischen Optionen der USA begrenzt seien. Die USA hätten die vollständige Kontrolle über die gesamte Region rund um die Straße von Hormus, fügt er hinzu. Die Führung in Teheran würde zwar gerne eine Vereinbarung treffen, sei aber seiner Meinung nach noch nicht bereit für den richtigen Deal.Iran nennt Trumps „Wirtschaftskrieg“ völkerrechtswidrigDer von den USA angekündigte „Wirtschaftskrieg“ gegen den Iran wäre nach Überzeugung der Führung in Teheran ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Banken, Unternehmen oder Flughäfen, die der ausschließlichen Gerichtsbarkeit eines Landes unterlägen, dürften nicht von anderen Staaten dazu gezwungen werden, „auf rechtmäßigen Handel mit einem Drittstaat zu verzichten“, schrieb der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai auf X. Um den wirtschaftlichen Druck auf den Iran nochmals drastisch zu erhöhen, hatte US-Präsident Donald Trump mit drakonischen Strafen für Staaten gedroht, die den Iran weiter unterstützen. Dazu erklärte Baghai nun: „Wirtschaftlicher Zwang, der darauf abzielt, einen souveränen Staat zur Änderung seiner rechtmäßigen politischen Entscheidungen zu zwingen“, stelle einen klaren Rechtsbruch dar. Solche „Sekundärsanktionen“ verstießen gegen die Charta der Vereinten Nationen.US-Militär: 68 Handelsschiffe im Zuge von Iran-Blockade umgeleitetIm Zuge der Blockade gegen den Iran haben die US-Streitkräfte nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom 68 Handelsschiffe umgeleitet. Zudem seien drei Schiffe außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden, teilt das US-Militär mit.Türkei beantragt Interpol-Fahndung nach NetanjahuDie Türkei beantragt bei Interpol eine internationale Fahndung nach dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Der Antrag auf eine sogenannte Rote Ausschreibung beruht auf einem nationalen Haftbefehl von Mitte Juli und steht im Zusammenhang mit der israelischen Abfangaktion gegen die Gaza-Hilfsflotte, die versucht hatte, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen, wie der türkische Justizminister Akin Gürlek am Freitag auf der Plattform X mitteilte. In der Türkei sind deswegen 35 Personen, darunter Netanjahu, wegen mutmaßlichen Völkermords, weiterer Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter und rechtswidriger Inhaftierung angeklagt worden.Palästinenser: Israeli erschießt Jugendlichen im WestjordanlandEin Israeli hat im besetzten Westjordanland nach Angaben örtlicher Behörden einen 17-jährigen Palästinenser erschossen. Zudem sei ein 70-jähriger Mann verletzt worden, hieß es am Freitag. Der Schütze habe eine Gruppe jüdischer Siedler bewacht, die das Gebiet eines palästinensischen Dorfes betreten hätten. Nach Angaben des israelischen Militärs bewarfen Dorfbewohner die Siedler mit Steinen und verletzten einige, woraufhin der Mann das Feuer eröffnet habe. Der Vorfall ereignete sich in dem Dorf Sa'ir nahe der Stadt Hebron. Das israelische Militär sprach von einer „nicht genehmigten Wanderung“ der Siedler. Das Gebiet steht unter ziviler Kontrolle der Palästinenser-Regierung. Israelis ist der Zutritt grundsätzlich untersagt. Im Westjordanland leben etwa drei Millionen Palästinenser und rund 500.000 Siedler.„Position der Stärke“: Irans Präsident will Krieg beenden – Kapitulation ausgeschlossenFast ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn hat der iranische Präsident für ein Ende der militärischen Eskalation geworben. Früher oder später müsse der Krieg beendet werden, sagte Massud Peseschkian laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna auf einer Ärztekonferenz. „Es ist besser, ihn heute zu beenden, da wir in einer Position der Stärke und Würde sind“, fuhr Peseschkian fort. Die USA seien durch den Krieg in der ganzen Welt verhasst, meinte der iranische Präsident, der auch Regierungschef ist.Peseschkian lehnte bei seiner Rede eine Kapitulation kategorisch ab. „Wir werden uns unter keinen Umständen der Einschüchterung beugen, daran besteht keinerlei Zweifel. Bis zum letzten Atemzug werden wir ihnen gegenüberstehen und ihnen eine vernichtende Antwort geben“, sagte er.Ende Februar hatten Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran begonnen und das Land fast 40 Tage lang aus der Luft angegriffen. Die iranischen Streitkräfte reagierten mit massiven Raketenangriffen auf US-Ziele in der Golfregion. Eine vereinbarte Waffenruhe wurde wiederholt gebrochen, zuletzt gab es nur mehr vereinzelte gegenseitige Attacken. Eine diplomatische Lösung für ein Kriegsende gibt es weiter nicht.Siedler dringen in Dorf nahe Hebron ein - Palästinenser getötetBei einem weiteren gewaltsamen Zwischenfall im Westjordanland mit Siedlern ist lokalen Angaben zufolge ein junger Palästinenser getötet worden. Palästinensische Einwohner in Sair bei Hebron hätten Steine auf in das Dorf eingedrungene Siedler geworfen, woraufhin eine Sicherheitskraft geschossen habe, teilte Israels Armee mit. Durch die Schüsse habe es „palästinensische Opfer“ gegeben. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Ramallah war der getötete Palästinenser 17 Jahre alt. Lokalen Medien zufolge wurde außerdem ein 70-Jähriger verletzt. Der israelischen Nachrichtenseite „ynet“ zufolge gab ein Wachmann einer nahe gelegenen israelischen Siedlung die Schüsse ab. Nach Angaben der israelischen Armee wurden auch Siedler durch die Steinwürfe der palästinensischen Einwohner verletzt. Die Siedler hätten sich „ohne vorherige Genehmigung in dem Gebiet“ im Süden des Westjordanlands aufgehalten, kritisierte das Militär. Soldaten hätten sie inzwischen weggebracht.Israel greift strategische Anhöhen im Südlibanon anDas israelische Militär greift weiter im Libanon an. Getroffen wurden nach Angaben libanesischer Sicherheitskreise in der Nacht die Umgebung der strategisch wichtigen Anhöhen von Ali al-Taher nahe der Stadt Nabatija. Auch aus anderen Teilen des Südlibanon wurden Explosionen gemeldet. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von Angriffen auch in den Bezirken Bint Dschubail und südlich der Küstenstadt Tyrus. Das israelische Militär teilte mit, es handle sich um „Routine-Angriffe“.Die Anhöhen von Ali al-Taher bei Nabatija gelten wegen ihrer erhöhten Lage als strategisch wichtiger Punkt mit Blick auf weite Teile der Region. Sie sind ein umkämpftes Gebiet im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah. Das Gebiet ist seit Jahren ein wichtiger Einsatz- und Einflussraum der Hisbollah und damit ein wiederkehrender Brennpunkt im Konflikt mit Israel.Aus Kreisen der Hisbollah hieß es, die Organisation werde die Kontrolle über Ali al-Taher an niemanden abgeben. Dort soll sich auch ein unterirdisches Tunnelsystem der Hisbollah befinden.Iran fordert engere Wirtschaftsbeziehungen zum IrakDer iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf fordert angesichts drohender neuer US-Sanktionen engere wirtschaftliche Beziehungen zum Irak. Beide Länder sollten im Handel ihre Landeswährungen nutzen, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern, erklärt Ghalibaf laut seinem Telegram-Kanal vor Wirtschaftsvertretern in Bagdad.Zudem müsse der Iran Pläne ausarbeiten, um die „ungerechten Sanktionen“ zu überwinden. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Donnerstag die nach seinen Worten bislang schärfsten Sanktionen gegen den Iran angekündigt, deren Details am Montag bekanntgegeben werden sollen. Ghalibaf wirft den USA und Israel vor, einen Wirtschafts- und Informationskrieg zu führen, da sie eine direkte militärische Konfrontation scheuten.Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht deutlich zurückDer Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus halbiert sich im Vergleich zum Vortag auf sieben Frachter. Das geht aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervor. Unter den Schiffen befinden sich demnach weder große Rohöl- noch Flüssiggastanker (LNG). Hintergrund des Rückgangs sind wachsende Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrt im Nahen Osten, während die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran stocken. Vor dem Krieg passierte fast ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Transporte die Meerenge.Pentagon: Mehr als 750 US-Soldaten im Iran-Krieg verwundetSeit Beginn des Krieges gegen den Iran im Februar sind nach Angaben des Pentagons 757 Angehörige der US-Streitkräfte verwundet worden. Mehr als 580 von ihnen gehören zum US-Heer. Unter den Verletzten sind außerdem 86 Angehörige der US-Marine, 64 der US-Luftwaffe und 19 Marineinfanteristen.Viele der Fälle werden unter „Operation Epic Fury“, dem offiziellen Namen des Einsatzes, erfasst. Ende Juli führte das Pentagon im Defense Casualty Analysis System jedoch eine neue Kategorie namens „Overseas Operations“ („Auslandseinsätze“) für Verwundete ein. Nach Angaben des Pentagons wurde die neue Kategorie geschaffen, weil die „Operation Epic Fury“ beendet ist und das Militär beschlossen hat, Verletzte im Zusammenhang mit den jüngsten Angriffen künftig dort zu erfassen.Das Pentagon und das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) haben bislang kaum Einzelheiten dazu veröffentlicht, wie die Verletzungen entstanden sind oder welche Schäden an US-Militärstützpunkten entstanden. Vertreter der US-Regierung erklärten jedoch, dass es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Verletzungen um traumatische Hirnverletzungen handelt.Deutschland und andere Länder verurteilen Israels „E1“-WohnbauprojektDeutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien verurteilen die Pläne Israels, Ausschreibungen für das Wohnbauprojekt „E1“ im besetzten Westjordanland zu veröffentlichen. Die Entscheidung sei inakzeptabel, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Regierungschefs der vier Länder. Durch das Siedlungsprojekt rücke nicht nur eine Friedenslösung in weitere Ferne; auch Israels internationales Ansehen werde weiter beschädigt.Hunderttausende Israelis haben sich inmitten von Millionen Palästinensern auf dem Gebiet niedergelassen, das Israel im Krieg von 1967 erobert hatte. Nahezu alle Länder und eine Reihe von UN-Gremien betrachten solche Siedlungen als Verstoß gegen das Völkerrecht. Israel weist das zurück.Bessent zu Iran-Krieg: Verbündete müssen sich entscheiden - für oder gegen unsNach dem angekündigten „Wirtschaftskrieg“ gegen den Iran erhöht die US-Regierung den Druck auf ihre Verbündeten, daran mitzuwirken. „Es ist an der Zeit, dass unsere Verbündeten und der Rest der Welt eine Entscheidung treffen“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem Sender CNBC. „Entweder bist du auf unserer Seite oder gegen uns.“ US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran drastisch erhöhen zu wollen. Bessent teilte nun mit, am Montag auf einer Pressekonferenz über das Vorhaben zu informieren. Bessent trat dabei auch dem Argument entgegen, mit wirtschaftlichem Druck sei gegen den Iran nichts zu bewirken. „Wir haben die Seeblockade, und wir werden die härtesten Sanktionen der Geschichte verhängen“, sagte er. Unter diesem Druck werde die Führung im Iran zusammenbrechen.„USS George Washington“ im Nahen Osten eingetroffenDer US-Flugzeugträger „USS George Washington“ ist im Nahen Osten eingetroffen. Das teilte das US-Militär am Donnerstag mit. Er löst die „USS Abraham Lincoln“ ab, bei der sich nach monatelangem Dauereinsatz Berichte über Versorgungsprobleme und psychische Belastungen der Besatzung gehäuft hatten. Die „USS George Washington“ hatte zuvor im vietnamesischen Hafen Da Nang geankert.Abgeordnete der Demokratischen Partei fordern wegen der Bedingungen an Bord der „Lincoln“ Aufklärung vom Pentagon. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Berichte über Missstände zurückgewiesen. Die Lage an Bord sei „vollständig falsch dargestellt“ worden, sagte er.Iran weist Trumps Drohung mit Wirtschaftskrieg zurück: USA bedrohen ganze WeltDer Iran hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einem Wirtschaftskrieg scharf zurückgewiesen. Das sei ein Versuch, von innenpolitischen Problemen in den USA abzulenken, teilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Donnerstag mit. „Amerikas Wirtschaftsterrorismus bedroht die Weltwirtschaft und die nationale Souveränität von Ländern auf der ganzen Welt.“ Der Iran sei offen für einen Dialog mit den USA, verwechsle Verhandlungen jedoch nicht mit einer Kapitulation, fügte Mohammad Mochber, ein Berater des geistlichen Oberhaupts des Landes, hinzu. Militärischer Druck und Sanktionen würden die Entschlossenheit des Iran nicht brechen. Trump hatte am Mittwoch in den sozialen Medien mit einem „Wirtschaftskrieg und einer Isolierung in noch nie dagewesenem Ausmaß“ gedroht. Dies richte sich an Länder, die dem Iran „in irgendeiner Weise eine Rettungsleine“ zuwerfen. Dann müssten sie selbst mit „enormen wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen.Irans Außenminister Abbas Araghtschi spricht Ende Juni während einer Pressekonferenz im Außenministerium in irakischen Bagdad (Archivbild). Hadi Mizban/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++US-Militär soll geheimen Korridor für Öltransporte eingerichtet habenDas US-Militär soll einen bislang nicht öffentlich bekannten Schifffahrtskorridor durch die Straße von Hormus eingerichtet haben. Das berichtet das US-Nachrichtenportal „Axios“ am Donnerstag unter Berufung auf zwei US‑Beamte. Über die südliche Route entlang der Küste Omans fahren demnach seit mehreren Wochen jede Nacht 15 bis 20 Tanker in den Persischen Golf hinein und wieder hinaus. Auf diesem Weg würden inzwischen rund zehn Millionen Barrel Öl pro Tag abtransportiert – etwa die Hälfte des Vorkriegsvolumens. Die Operation beschränkt sich laut „Axios“ nicht auf den Geleitschutz beladener Tanker. Das US-Militär koordiniert auch die Einfahrt leerer Schiffe aus dem Arabischen Meer, damit diese in den Häfen der Golfstaaten weiteres Öl aufnehmen können. Eine Einsatzgruppe vom Army-Hauptquartier in Fort Bragg erstelle dafür tägliche Fahrpläne und bündele die Schiffe in festgelegten Zeitfenstern. US-Kampfjets schützen den Korridor vor iranischen Drohnen und Marschflugkörpern, berichtet Axios.Analysten halten die US-Angaben allerdings für überhöht. Berichte auf Basis von Satelliten- und Schiffsdaten halten eine Größenordnung von fünf Millionen Barrel pro Tag für realistischer. Dass es nach wie vor Öltransporte gibt, sei zudem seit Wochen bekannt, schreibt etwa der auf das Tracking von Öltankern spezialisierte Dienst „Tanker Trackers“ auf X.Blockade der Straße von Hormus hält an – Kaum SchiffsverkehrDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran stark eingeschränkt. Am Mittwoch durchfahren Daten des Anbieters Kpler zufolge lediglich neun Rohstoff-Frachter die Meerenge, eine unveränderte Zahl zum Vortag. Während US-Präsident Donald Trump erklärt, die Meerenge sei offen, bezeichnet der Iran sie als geschlossen. Auch in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer verlangsamt sich der Verkehr. Dort werden 27 Frachter gezählt nach 32 am Vortag.Großbritannien verurteilt israelische SiedlungspläneGroßbritannien hat die israelische Ausschreibung für das umstrittene Siedlungsprojekt E1 scharf verurteilt. Der britische Außenminister Ed Miliband bestellte deswegen am Mittwoch den Geschäftsträger des Landes ein. Das Projekt würde Land durchschneiden, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen. Zudem habe er dem israelischen Außenminister Gideon Sa'ar deutlich gemacht, dass die israelische Regierung die E1-Pläne sofort stoppen, die Ausschreibung zurückziehen und jeglichen Siedlungsausbau einstellen müsse, sagte Miliband.Trump droht Iran mit „Wirtschaftskrieg“Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem beispiellosen „Wirtschaftskrieg“ gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit „GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.Noch keine Festlegung auf Sanktionen gegen Israel-MinisterBundesaußenminister Johann Wadephul hat die Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir zu gezielten Tötungen von Palästinensern in Gaza scharf kritisiert. Bei der Frage nach möglichen Sanktionen legt er sich aber noch nicht fest. „Die Äußerungen von Herrn Ben-Gvir sind unsäglich und völlig inakzeptabel“, sagte der CDU-Politiker bei einem Schweiz-Besuch in der Hauptstadt Bern. Über die Konsequenzen dieser „menschenverachtenden Ausfälle“ werde man nun innerhalb der Europäischen Union beraten, fügte er hinzu. „Deutschland wird sich daran beteiligen.“ Der rechtsextreme Polizeiminister Ben-Gvir hatte unter anderem gesagt: „Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen.“ Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten.Sanitäter in Gaza: Neun Tote bei israelischem Luftangriff auf PolizeiwacheBei einem israelischen Luftangriff auf eine Polizeiwache im Gazastreifen werden Sanitätern zufolge neun Palästinenser getötet. Unter den Opfern des Angriffs auf die Zentrale der Stadtpolizei befinden sich mehrere teils hochrangige Beamte, wie das von der Hamas geführte Innenministerium und Polizeikreise mitteilen. Zudem werden 15 Menschen verletzt. Bei einem weiteren Luftangriff im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens kommt ein Palästinenser ums Leben. Das israelische Militär erklärt dazu, dieser Einsatz habe einem Hamas-Kämpfer gegolten. Zu dem Vorfall in der Polizeistation äußert sich das Militär zunächst nicht.Kanzler kritisiert Israels Polizeiminister und Siedlungsbau scharfBundeskanzler Friedrich Merz hat den israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir sowie die israelischen Pläne für weiteren Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten scharf kritisiert. Die „menschenverachtenden, völkerrechtswidrigen Appelle“ von Ben-Gvir seien für den Kanzler nicht hinnehmbar, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Zugleich deutete er an, dass Deutschland trotz der Solidarität mit Israel EU-Sanktionen gegen einzelne Mitglieder der israelischen Regierung mittragen könnte. Er verwies darauf, dass der EU-Rat entschieden habe, gezielte Maßnahmen gegen radikale Politiker vorzubereiten, die zur Verletzung der Menschenwürde und des Völkerrechts aufriefen. Heftige Kritik gab es auch daran, dass die israelische Regierung den Bau von 1000 Wohneinheiten im sogenannten E1-Gebiet im Westjordanland ausgeschrieben habe. Der Bundeskanzler beobachte dies „mit großer Sorge“, sagte der Sprecher. Er habe Ministerpräsident Benjamin Netanjahu immer wieder in vertraulichen Gesprächen vor dieser Politik gewarnt.