Laut einer Studie : Schere bei Vermögen geht nicht immer nur auseinander20.08.2026, 04:05Lesezeit: 1 Min.Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist relativ hoch. Eine Studie im Auftrag eines Wirtschaftsverbands will nun festgestellt haben: Seit 15 Jahren gehe der Trend eher in die andere Richtung. Schwierig ist es im Osten.Die Vermögensungleichheit in Deutschland hat einer Studie zufolge in den vergangenen 15 Jahren entgegen der öffentlichen Wahrnehmung leicht abgenommen. Dies geht aus ⁠einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.Demnach ging die Schere ‌zwischen Arm und Reich zwar von Ende der neunziger Jahre bis zur Finanzkrise 2008 auseinander, seither sei die Entwicklung jedoch leicht rückläufig. Als Gründe nennen ‌die Autoren unter anderem kräftige Zuwächse bei den Realeinkommen und die gesunkene Verschuldung vieler Bürger durch die Niedrigzinsphase nach der Krise.Ungleichheit vergleichsweise hochDie Studie stellt jedoch auch fest, dass die Ungleichheit im europäischen Vergleich hoch bleibt. Dies sei auch in ⁠anderen Ländern mit ausgeprägten Sozialsystemen wie in Skandinavien der Fall.Ein Grund dafür sei, dass Ansprüche an Sozialversicherungen wie die Rente in den Statistiken nicht als Vermögen erfasst würden. Würden ⁠diese berücksichtigt, wäre ‌die Ungleichheit in Deutschland spürbar geringer.Besonders groß sind dem Bericht zufolge die regionalen Unterschiede. So sei das durchschnittliche Nettovermögen in den süddeutschen Bundesländern mit 442.100 Euro mehr ⁠als zweieinhalb Mal ⁠so hoch wie im Osten mit 169.100 Euro. Ein wesentlicher Grund dafür ist laut ⁠IW, dass die ⁠Menschen in den ostdeutschen Ländern erst 1990 mit der Vermögensbildung beginnen konnten.