Wer im Internet nach Kleidung, Haushaltswaren oder Elektronik stöbert, achtet meist auf vertraute Anzeichen für Seriosität. Eine Webadresse mit .de-Endung, ein deutsch klingender Name und ein professionelles Layout vermitteln Kunden schnell das Gefühl, bei einem etablierten Händler zu bestellen. Doch dieser Schein trügt immer öfter.
Neben klassischen Fake-Shops, die Geld kassierten und keine Ware lieferten, gewinne ein zweites Geschäftsmodell an Boden, warnt der Handelsverband Deutschland (HDE): Online-Shops, die sich eine deutsche Identität zulegten, aber direkt aus China betrieben werden.
Die Taktik der Fernost-Händler setzt laut dem HDE dort an, wo Verbraucher Sicherheit vermuten. Über soziale Netzwerke lockten sie mit extrem günstigen Preisen auf ihre Webseiten. Dort erwarte die Kundschaft eine optisch makellose Fassade mit deutschen Namen und scheinbarer Adressen innerhalb der EU.
Erst nach der Bezahlung offenbare sich die Realität, warnt der Verband: Das Paket komme aus Asien und der Inhalt halte selten, was die Fotos im Netz versprochen haben. Besonders bei Bekleidung zeichnet sich auch laut Verbraucherzentralen verstärkt ab: Die Textilien weisen erhebliche Mängel in Schnitt, Verarbeitung und Materialqualität auf oder fallen eklatant kleiner aus.






