PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltMehr als 100.000 Fakeshops seit 2022 entdecktVeröffentlicht am 01.04.2026Lesedauer: 2 MinutenDer Fakeshop-Finder hilft, betrügerische Online-Shops frühzeitig zu erkennen. (Symbolbild) Quelle: www.fakeshop-finder.nrw/dpa-tmnFehlendes Impressum, dubiose Technik: Fakeshops werden immer raffinierter. Warum das Ministerium warnt und wie du dich vor Abzocke schützen kannst.In den vergangenen knapp dreieinhalb Jahren sind bundesweit mehr als 100.000 mutmaßlich betrügerische Online-Shops identifiziert worden. Das teilte das Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz in Sachsen-Anhalt mit. Seit dem Start des sogenannten Fakeshop-Finders im August 2022 wurden demnach rund 2,64 Millionen Internetadressen überprüft. Aktuell sind etwa 103.200 verdächtige Shops in einer Datenbank erfasst.Tool wird hunderttausendfach genutztDer Fakeshop-Finder ist ein Online-Tool, das Verbraucherinnen und Verbraucher dabei unterstützt, seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden. Nach Angaben des Ministeriums wird das Angebot derzeit rund 430.000 Mal im Monat genutzt. Sachsen-Anhalt beteiligt sich an der Finanzierung und will die Förderung fortsetzen.Verbraucherschutzministerin Franziska Weidinger (CDU) sagte, der Fakeshop-Finder habe bereits zahlreiche Menschen vor Betrug geschützt. «Mehr als 100.000 identifizierte Fakeshops zeigen: Online-Betrug ist kein Randphänomen, sondern ein relevantes Problem für alle, die im Internet einkaufen.» Sie empfehle, das Angebot insbesondere bei unbekannten Online-Shops zu nutzen.Auch Volkmar Hahn, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, wertete die Zahl als Warnsignal: Die Zahl sei «beeindruckend und alarmierend zugleich». Sie zeige, wie professionell und skrupellos Betrügerinnen und Betrüger im Internet agieren.So funktioniert der Fakeshop-FinderDer Fakeshop-Finder analysiert automatisiert Internetseiten auf typische Merkmale unseriöser Anbieter, etwa ein fehlendes Impressum oder technische Auffälligkeiten. Die Bewertung erfolgt über ein Ampelsystem. Das Projekt wird von mehreren Verbraucherzentralen getragen.dpa-infocom GmbH