Marokkanische Sicherheitskräfte haben offenbar am Samstag mindestens 111 Menschen festgenommen. Sie sollen versucht haben, in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen. Laut dem marokkanischen Innenministerium handelt es sich bei den Festgenommenen um 109 Migranten aus Subsahara-Afrika sowie zwei Marokkaner.
Zuvor hatte es in den sozialen Medien Aufrufe zu einem erneuten massenhaften Grenzübertritt gegeben. Wie die spanische Nachrichtenagentur Efe berichtete, habe die marokkanische Polizei Tränengas eingesetzt, um Gruppen von Migranten in den Hügeln rund drei Kilometer vor der Grenze zu zerstreuen. Am Grenzübergang selbst soll es verhältnismäßig ruhig gewesen sein.Stacheldraht und WasserwerferSpanische Journalisten von Efe sowie dem spanischen Staatssender »TVE« sollen vom marokkanischen Innenministerium angewiesen worden sein, die marokkanische Grenzstadt Fnideq umgehend zu verlassen. Dort sollen die Behörden laut Medienberichten zusätzliche Sperren aus Stacheldraht errichtet haben. Außerdem stünden Wasserwerfer bereit.
Innenminister Fernando Grande-Marlaska kündigte am Donnerstag an, man werde weiter Personal einsetzen, um »so schnell wie möglich die Normalität wiederherzustellen« und eine Wiederholung der Ereignisse vom 30. Juli zu verhindern. Migranten ohne Aufenthaltsrecht würden nach Marokko zurückgewiesen, sagte er. Nach Angaben des Ministers hielten sich noch rund 5000 Migranten in Ceuta auf.










