Ein Forschungsteam hat eine grundlegende Annahme über Dunkle Photonen widerlegt, die bisher als heiße Kandidaten für die Dunkle Materie gelten. Die Wissenschaftler Junwu Huang und Mohamad Shalaby vom Perimeter Institute im kanadischen Waterloo sowie Anson Hook von der US-amerikanischen University of Maryland haben in einer neuen Studie gezeigt, dass bisherige physikalische Modelle zur Entwicklung des frühen Universums unvollständig waren. Wie in einer im Fachmagazin Physical Review Letters veröffentlichten Studie zu lesen ist, eröffnet diese Erkenntnis riesige, bisher ausgeschlossene Bereiche für die experimentelle Suche.Anzeige

Die Natur der sogenannten Dunklen Materie gilt als eines der größten ungelösten Rätsel der modernen Physik. Obwohl sie über die Gravitation die Strukturen von Galaxien formt, entzieht sie sich bisher jedem direkten Nachweis. Dunkle Photonen sind eine besonders vielversprechende Theorie, um dieses Geheimnis zu lüften. Bislang ging die Kosmologie davon aus, dass sich diese hypothetischen Teilchen in dem extrem heißen Plasma aus geladenen Teilchen, das kurz nach dem Urknall den gesamten Raum füllte, in gewöhnliches Licht umgewandelt haben müssten.

Dunkle Materie: Ein verhängnisvoller Rechenfehler in der Kosmologie