Zum fünften Mal tanzen Menschen auf der Techno-Parade Rave the Planet für Frieden und Zusammenhalt. Im Angesicht des CSD-Anschlags erst recht.
Es ist kurz vor 14 Uhr, die Menschentraube unter der Siegessäule vor den mit Musikanlage vollbepackten LKW wird immer größer. Plötzlich verstummt die Menge, nur das laute Rattern eines Stromgenerators ist noch zu hören. Nicht unweit von hier fuhr vor drei Wochen ein islamistischer Attentäter mit einem Auto auf dem Berliner CSD in eine Menschenmenge.
Den Opfern und Angehörigen wird heute auf der Demo „Rave the Planet“ mit einer Schweigeminute gedacht. Ein älterer Herr greift tröstend um die Schulter seines Nebenmanns und wischt sich eine Träne unter der verspiegelten Sonnenbrille weg. Dass heute wieder so viele Menschen auf einer Demo in Berlin zusammenkommen, ist keine Selbstverständlichkeit – oder aus Sicht der Technoliebhaber*innen eben gerade das.
Zum fünften Mal findet die Techno-Parade „Rave the Planet“ statt. Es ist die Nachfolgeveranstaltung der berühmten Love-Parade, die DJ Dr. Motte, eine der prägendsten Personen der Berliner Techno- und Clubkultur, mitbegründet hat.
Raven für den Weltfrieden










