Das Gespenst der Enteignung geistert auch 2026 durch den Berliner Wahlkampf. Entscheidet es gar, wer künftig die Metropole regiert?
D er Mann, der sich als Peter vorstellt, ist nicht gerade einer, den man für einen typischen Enteignungsaktivisten halten könnte: Er ist weder jung noch international, noch sonst der linken Szene zuzuordnen. Stattdessen berlinert der vielleicht 60-Jährige Urspandauer deutlich und trägt ein knallgelbes Bienenhemd samt Hosenträgern. Seit über sechs Jahren ist er Aktivist in der Spandauer Ortsgruppe von „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ (DWE).
Er findet, gerade das Milieuübergreifende sei das Besondere an dem Volksentscheid. „Dass wir gezeigt haben, dass es für soziale Anliegen deutliche Mehrheiten gibt, wenn wir nur jenseits von Parteipolitik schauen“.
An einem Juliabend hat die Spandauer Ortsgruppe in den Treffpunkt Regenbogen unweit der Spandauer Altstadt eingeladen, um das von der Initiative verfasste Vergesellschaftungsgesetz vorzustellen. Gekommen sind ein Dutzend Leute, auch hier entsprechen viele nicht dem Klischee: Kaum einer ist unter 60, getragen werden Jack-Wolfskin-Regenjacken und Strickpullis.
Viele hier sind seit Jahren für die Vergesellschaftung aktiv, haben Unterschriften gesammelt und Plakate geklebt. „Dass wir am Ende selbst im als konservativ geltenden Spandau eine Mehrheit erkämpfen konnten, macht mich richtig stolz“, sagt Peter.








