Die SPD Mecklenburg-Vorpommern hat für ihren Wahlkampf-Auftakt eine Kulisse gewählt, die für sich spricht: das Schweriner Schloss im Rücken, Wasser vor Augen und leuchtend grüner Rasen unter den Füßen. Anders als die CDU im Land, die im Wahljahr 2026 lieber auf Bescheidenheit setzt, macht die SPD auf Größe, auf Staatsakt. Und sie bekommt, was sie will.

Die Sonne steht noch hoch über dem Schweriner See, als „Manu“ Schwesig die große Wahlkampf-Bühne mit UNESCO-Weltkulturerbe-Panorama betritt. Vor ihr haben sich ein paar Hundert Menschen auf einer schwimmenden Wiese versammelt, die im August mehr Backofen als Bühne ist. Kein Schatten, kein Wind, nur Hitze – und trotzdem kommen sie an diesem Freitag zahlreich. Für die Sozialdemokraten ist das ein erster Sieg. Die Marke Schwesig zieht.

Bevor Schwesig spricht, singt sie. Mit dem Rostocker Shanty-Chor Luf und Lee, der an diesem Abend den Takt vorgibt. Und Schwesig, in weißen Schuhen mit SPD-Schriftzug, mischt sich unters Volk, bevor sie den Wahlkampfmodus ganz offiziell einläutet. Selfies mit Manu stehen hoch im Kurs. Jeder will sie umarmen, kurz plaudern.

„Manu“ mischt sich unter das Volk. Sie kommt am Freitag nicht als Ministerpräsidentin, sie ist eine von ihnen.