Sachsen-Anhalt wird älter. Fast drei von zehn Einwohnern sind mindestens 65 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 48 Jahren und drei Monaten. Bis 2040 könnte die Zahl der Pflegebedürftigen auf rund 220.000 steigen. Das Arbeitskräftepotenzial dürfte in derselben Zeit deutlich zurückgehen.

Schon heute sind 205 Hausarztstellen unbesetzt, in mehreren Regionen droht Unterversorgung. Vor der Landtagswahl versprechen deshalb alle größeren Parteien, medizinische Versorgung und Pflege auch in dünn besiedelten Regionen zu sichern. In ihren Zielen sind sich die Parteien also einig. Bloß wie sie das Gesundheitssystem zukunftsfest gestalten wollen, da gehen die Vorstellungen teils weit auseinander.

CDU: Regionale Gesundheitszentren und Medi-Busse

Die CDU will Krankenhäuser zu Knotenpunkten regionaler Versorgungsnetze entwickeln. Die Häuser sollen klare Profile erhalten, enger mit Arztpraxen zusammenarbeiten und sich stärker spezialisieren. Öffentliche, freigemeinnützige und private Träger bezeichnet die Partei als gleichwertige Bestandteile der Versorgung. Für kleinere Standorte sieht sie integrierte Gesundheitszentren vor. Das entspricht im Grundsatz dem Umbau, der mit der neuen Krankenhausplanung ohnehin begonnen hat: Künftig entscheidet stärker als bisher, welche Leistungen ein Haus mit welchem Personal tatsächlich anbieten kann.