Vor fünf Jahren übernahmen die Taliban Afghanistan. Besonders drastische Folgen hat das für das Leben von Frauen. Derweil ist die Opposition zersplittert.
Ein Mädchen mit seinem Vater in einer Schule in Kabul im Juli 2026
Als afghanische Offiziere am Morgen des 2. Juli 2021 auf den amerikanischen Teil des Militärstützpunkts Bagram bei Kabul kamen, schlug ihnen Stille entgegen. In der Nacht zuvor hatten die letzten US-Soldaten dort das Land verlassen. Damit ihre afghanischen „Verbündeten“ das nicht sofort bemerkten, hatten sie das Licht auf dem Gelände brennen lassen.
Sechs Wochen später, am Morgen des 15. August, als der Truppenabzug offiziell endete, kontaktierten die Taliban den zuständigen US-Kommandeur, was denn nun mit Kabul sei. Im Abzugsabkommen hatte man abgemacht, dass sie bei ihrem Vormarsch vor dessen Toren stehen bleiben sollten, bis der letzte Amerikaner weg war.
General Ken McKenzie antwortete, man kümmere sich nur noch um den Flughafen. Das war das grüne Licht dafür, dass die Taliban Afghanistan wieder ganz übernehmen konnten. Eine Machtteilung mit der Regierung in Kabul war vom Tisch. Präsident Aschraf Ghani verließ per Helikopter das Land. Seine Islamische Republik brach zusammen. Eine Massenflucht setzte ein.










