Sieben Jahre lang war der Minijob für mich genau das, was er sein sollte: ein unkomplizierter Nebenverdienst. Mit 16 Jahren habe ich angefangen zu kellnern. Erst als Schülerin, später während des Studiums. Der Job brachte mir schnell eigenes Geld für Miete, Lebensmittel, Kneipenabende und damit ein Stück Unabhängigkeit vom Portemonnaie meiner Eltern.Dass Schülerinnen und Schüler von einer solchen Reform ausgenommen werden sollen, hat die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission ausdrücklich empfohlen. Danach soll allerdings Schluss sein mit der Sonderbehandlung und die Möglichkeit entfallen, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Ebenso empfiehlt die Kommission, den bisherigen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus der Minijobs abzuschaffen. Ein Tritt ins Gesicht für fleißige Menschen.

Millionen Deutsche arbeiten nur nebenbei im Minijob

Das Vorhaben klingt zunächst konsequent. Wer arbeitet, soll fürs Alter vorsorgen. Minijobs führen zudem nicht automatisch zu einer Teil- oder Vollzeitstelle. Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen sogar, dass sie gerade in kleinen Betrieben solche verdrängen können.