PfadnavigationHomeRegionalesNordrhein-WestfalenGroße Waldbrände in Deutschland - Ein ÜberblickStand: 06:06 UhrLesedauer: 3 MinutenFeuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen in Treuenbrietzen. (Archivbild)Quelle: Ralf Hirschberger/dpaWaldbrände in Deutschland: Immer wieder müssen Menschen ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Ein Überblick über vergangene Großbrände.An zahlreichen Orten in ganz Deutschland ist es in diesem Sommer bereits zu Wald- oder Feldbränden gekommen. Ein Überblick über zurückliegende große Brände:1975 - Lüneburger HeideRund 13.000 Hektar Wald-, Wiesen- und Moorflächen standen im August 1975 in der Lüneburger Heide in Flammen. Fünf Feuerwehrleute kamen bei den Löscharbeiten im Kreis Gifhorn ums Leben. Daneben wüteten die Flammen unter anderem auch bei Eschede (Kreis Celle) und Gorleben (Kreis Lüchow-Dannenberg). Mehr als 2.000 Menschen mussten damals wegen des Brandes in Notunterkünften untergebracht werden. Der Schaden wurde auf mehr als 20 Millionen D-Mark geschätzt. Der Brand gilt heute als einer der größten Waldbrände in der Geschichte Deutschlands.1992 - Mehrere Tausend Waldbrände in DeutschlandIm Jahr 1992 hat es in Deutschland die meisten Waldbrände gegeben. Das Landwirtschaftsministerium in Bonn zählte insgesamt 3.012 Brände. Die Flammen vernichteten in diesem Jahr 4.908 Hektar - eine Fläche größer als die Insel Borkum. Mehr Brände und eine größere vernichtete Fläche wurden seit Beginn der Daten 1977 nicht erfasst.Bei einem Brand bei Weißwasser in Sachsen starb ein Feuerwehrmann. Ein Lastwagen erfasste den 21 Jahre alten Feuerwehrmann auf einem Motorrad.2018 - TreuenbrietzenBei einem Waldbrand im brandenburgischen Treuenbrietzen mussten im August 2018 mehr als 500 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Einige der Evakuierten mussten die Nächte in der Stadthalle verbringen, wie die Stadt mitteilte. Mehrere hundert Hektar Wald standen demnach in Brand. Bei den Löscharbeiten wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt.2019 - LübtheenEnde Juni 2019 war ein Waldbrand auf dem Truppenübungsplatz in Lübtheen ausgebrochen. Das Feuer auf dem stark mit Munition belasteten Areal hat etwa 1.200 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen. Der Brand galt damit als größter Waldbrand in der Nachkriegsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Drei Ortschaften mussten vorsorglich evakuiert werden. Davon waren insgesamt rund 650 Menschen betroffen.2025 - GohrischheideIm Juli 2025 standen rund 2.400 Hektar an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg in Flammen. Da die Gohrischheide ein ehemaliger Truppenübungsplatz ist, gestalteten sich die Löscharbeiten sehr schwierig. Der Boden ist stark mit Munition aus beiden Weltkriegen belastet. Wegen des Brandes mussten mehr als 350 Bewohner aus zwei Ortsteilen ihre Häuser verlassen. Unter den Evakuierten waren auch 45 Bewohner eines Heims für Schwerbehinderte.2026 - SaurüsselkopfAm Hang eines knapp 1.300 Meter hohen Bergs stellte ein Waldbrand Einsatzkräfte im Mai 2026 vor große Herausforderungen. Das Brandgebiet sei extrem steil gewesen und konnte nicht mit Fahrzeugen angefahren werden. Bis zu elf Hubschrauber löschten die Flammen aus der Luft. Insgesamt standen rund 160 Hektar in Flammen.Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) sprach von einem der größten Brände der vergangenen Jahrzehnte im Freistaat. Weil der Brand ein Trinkwasserschutzgebiet bedrohte, galt er als besonders brisant. Eine Quelle an dem Berg versorgt demnach rund 30.000 Menschen mit Trinkwasser.2026 - HürtgenwaldSeit Donnerstagnachmittag brennen rund 300 Hektar Wald in der Eifel, unweit der Gemeinde Hürtgenwald. Die Flammen breiteten sich immer weiter in Richtung des Ortsteils Gey aus, indem gut 1.800 Menschen gemeldet sind. Als die Flammen weniger als 500 Meter vor dem Ortsrand waren, entschied die Feuerwehr, den Ort zu evakuieren. Der Waldbrand ist vermutlich der größte Brand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens, wie Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) sagte.dpa-infocom GmbH