Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesBilger: Niedrigwasser-Probleme wohl im gesamten AugustÜberblick: Waldbrände in DeutschlandNiedrigwasser: Lkw-Fahrverbot wird weiter gelockertNiedrigwasser am Rhein macht Tanken teurerJuli-Rekord bei MeerestemperaturenLilly ZerbstWo in Deutschland gerade die Wälder brennenIn Deutschland stehen weiterhin Tausende Quadratmeter Wald in Flammen. Im niedersächsischen Lingen (Landkreis Emsland) sind rund 3000 Quadratmeter Wald abgebrannt. „Die Glutnester sind massiv“, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr. Das Löschen werde noch Stunden dauern, Landwirte helfen demnach mit Güllefässern bei der Wasserversorgung. Niemand sei verletzt. Das Feuer war am frühen Mittwochmorgen ausgebrochen. Die Einsatzkräfte dort haben den Brand nach eigenen Angaben unter Kontrolle und gehen nicht davon aus, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.Unter Kontrolle ist derzeit auch ein Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis in Sachsen. Die Stadtverwaltung meldete am Morgen Erfolge bei der Brandbekämpfung. Das Feuer im Gebiet „Schwarzes Holz“ hat eine Fläche von etwa sieben Hektar erfasst, die mit einer Hanglage und viel Unterholz sehr schwer zugänglich sind, wie die Verwaltung mitteilte. Die Löscharbeiten werden den Angaben zufolge voraussichtlich noch länger andauern.Im baden-württembergischen Ortenaukreis haben Feuerwehren stundenlang gegen gleich mehrere Waldbrände gekämpft. Dann gab es die vorsichtige Entwarnung: Zwei Brände in Steinach und Nordrach wurden demnach gelöscht, beim dritten in Zell am Harmersbach dauern die Nachlöscharbeiten an, wie ein Polizeisprecher am frühen Morgen sagte. Am Dienstagnachmittag waren zwei Brände nahe Biberach ausgebrochen, später ein dritter in Nordrach. Rund 16 Hektar Wald standen in Zell am Harmersbach in Flammen. Die Einsatzkräfte hätten die Lage im Griff, erklärte der Kreisbrandmeister in der Nacht. Laut einem Polizeisprecher gab es am Mittwochmorgen noch Glutnester, die Nachlöscharbeiten dauern an.Verkehrsminister beraten über Niedrigwasser-Lage Die Verkehrsminister von Bund und Ländern beraten an diesem Mittwoch über die schwierige Lage der Binnenschifffahrt wegen niedriger Wasserstände in mehreren Flüssen. Bei der Schaltkonferenz ist auch ein Austausch über mögliche weitere Maßnahmen vorgesehen, wie Bundesminister Steffen Bilger sagte. Der CDU-Politiker bezeichnete die Lage als weiterhin sehr angespannt. Lorenz ZeckBilger: Niedrigwasser-Probleme wohl im gesamten AugustBundesverkehrsminister Steffen Bilger sieht vorerst kein rasches Ende der Beeinträchtigungen für die Binnenschifffahrt wegen Trockenheit. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Niedrigwasserproblematik im gesamten August uns noch erhalten bleibt“, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Unternehmensbesuchs in Neumünster. „Die Lage ist wirklich weiterhin sehr angespannt.“ Es habe jetzt ein paar Niederschläge gegeben, aber bei Weitem nicht ausreichend, erläuterte Bilger.Bilger sprach sich für einen Ausbau der Flüsse in Deutschland aus. „Wir brauchen einen Ausbau der Wasserstraße, um langfristig für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen“, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Vertrauen in die Binnenschifffahrt könne nur bestehen, wenn es nicht regelmäßig Niedrigwasserprobleme gebe. Die Wasserstraße sei der umweltfreundlichste Verkehrsträger und verdiene daher Unterstützung.Zudem kündigte Bilger an, sich für die volle Förderung von Schiffen einzusetzen, die für Niedrigwasser geeignet sind. Die für 2027 vorgesehenen Mittel waren aus Haushaltsgründen von 36 Millionen Euro halbiert worden. Dieses Anliegen werde er in die parlamentarischen Haushaltsberatungen einbringen, sagte Bilger.Lilly ZerbstÜberblick: Waldbrände in DeutschlandZwei Waldbrände fordern die Feuerwehr im baden-württembergischen Ortenaukreis. Auch ein Hubschrauber ist im Einsatz. Am Nachmittag wurde zunächst ein Feuer in Biberach nahe der Bundesstraße 33 gemeldet. Die parallel verlaufende Straße zwischen dem Waldstück und der B33 wurde gesperrt, der Verkehr auf der Bundesstraße vorsichtshalber verlangsamt, wie die Polizei mitteilte. Wenig später wurde ein weiterer Waldbrand in Zell am Harmersbach entdeckt. Dort ist derzeit ein Teil der Landesstraße 94 gesperrt. Die Ursachen beider Brände waren zunächst unklar.Im hessischen Main-Kinzig-Kreis wurde die Bevölkerung wegen eines großen Waldbrands zum Wassersparen aufgerufen. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, heißt es in einer Warnmeldung des Landkreises. „Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.“ Es gibt mehrere Brände in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach. Die Einsatzkräfte waren auch in der Nacht auf Dienstag noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das Feuer flamme immer wieder auf, hieß es. Einer der Brände nahe Rodenbach hatte auf bayerisches Gebiet übergegriffen. Inzwischen besteht in der Gegend rund um Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) keine Gefahr mehr. „Von bayerischer Seite ist das erledigt“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken am Morgen. Es sei alles gelöscht, auch dank der Polizeihubschrauber, die im Einsatz waren. In der Oberpfalz wurde ein Waldbrand nordöstlich des Schnaittenbacher Ortsteils Holzhammer auch mit Unterstützung von Landwirten gelöscht. Der Polizei zufolge brannten mehr als 1000 Quadratmeter Wald. Zwischenzeitlich habe es dramatisch ausgesehen, weil Wind das Feuer weiter anfachte und die Flammen weiter in Richtung der Ortschaft trieb. Die Feuerwehr habe sich zunächst auf diese Feuerfront konzentriert. Dann hätten Bauern die Löscharbeiten mit wassergefüllten Güllefässern unterstützt. So habe der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden können. Gerade erst war einer der größten Waldbrände Nordbayerns in diesem Jahr erfolgreich bekämpft worden: Auf dem Johannisberg der Gemeinde Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach brannten 6000 Quadratmeter. In Südniedersachsen war die A7 ab Montagnachmittag mehr als zwölf Stunden lang gesperrt, weil dichter Rauch die Sicht behinderte. Die Reinigungsarbeiten auf der Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Hedemünden und Lutterberg dauerten zum Teil bis in die frühen Morgenstunden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Autobahn könne nun wieder in beide Richtungen befahren werden.Lilly ZerbstErneut Rekordtief in Köln: Pegelstände des Rheins fallen weiterDer bereits extrem niedrige Wasserstand des Rheins geht in Nordrhein-Westfalen noch weiter zurück. In Köln wurde aktuell ein historischer Tiefstwert von 56 Zentimetern gemessen, wie aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. Nach der Prognose werden die Pegelstände in Köln, Düsseldorf, Emmerich und Duisburg-Ruhrort bis Freitagabend aber noch deutlich gegenüber den derzeitigen Werten sinken. „Man kann es kaum glauben, was man da sieht“, sagt Moritz Axt, Sprecher des Amtes. In der kommenden Woche sei ein leichter Anstieg der Pegelstände zu erwarten. „Das stellt noch keine Entspannung dar.“ Die Fahrrinne ist wesentlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. Schiffe können weiterfahren, allerdings nur mit wenig Fracht.Niedrigwasser: Lkw-Fahrverbot wird weiter gelockertWegen des anhaltenden Niedrigwassers am Rhein und anderen Flüssen wollen auch Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw aussetzen. Wie lange die Ausnahmeregelungen in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gelten soll, ließen die jeweiligen Ministerien offen.Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten das Fahrverbot bereits ab dem vergangenen Wochenende vorübergehend gelockert. Sachsen lehnt eine generelle Lockerung ab und verweist auf mögliche Ausnahmegenehmigungen.Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will am Mittwoch mit den Ressortchefs der Länder über weitere Entlastungsmaßnahmen beraten. Er werde mit den Landesverkehrsministern digital zusammenkommen, sagte der CDU-Politiker in Kiel. Gesprochen werden solle etwa über den Umgang mit bestimmten Gütern, die nicht länger an den Häfen gelagert werden dürfen. „Da kann man Regelungen flexibilisieren“, sagte Bilger. Was die Aufhebung des Lkw-Fahrverbots für Reisende bedeutet, haben SZ-Redakteure Kerstin Bund und Dieter Sürig aufgeschrieben: Niedrigwasser am Rhein macht Tanken teurerDas extreme Niedrigwasser am Rhein hat auch Einfluss auf die Benzinpreise. „Das derzeitige Niedrigwasser am Rhein wirkt preistreibend“, sagt der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. Es sei aber nur einer von mehreren Einflussfaktoren auf die aktuellen Spritpreise.Der Rhein wird auch für Öl, Benzin und Diesel als Transportweg genutzt. In großen Tankschiffen ist dies in der Regel deutlich günstiger als mit vergleichsweise kleinen Lkw. Nach Angaben des Experten steigen durch das aktuelle Niedrigwasser „die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen und einzelnen Vorprodukten teilweise deutlich an, die Versorgung ist nach Angaben der Branche bislang jedoch weiterhin gesichert.“Zudem werde der deutsche Markt nicht ausschließlich über den Rhein, sondern über ein „Netzwerk aus Seehäfen, Raffinerien, Pipelines sowie den Schienen- und Straßenverkehr“ versorgt, sagt Laberer. „Daher dürfte das Niedrigwasser derzeit vor allem regional zu höheren Kraftstoffpreisen beitragen.“Das deckt sich mit der auf dem Spritpreisportal Tankerkönig einsehbaren regionalen Spritpreisverteilung. Die teuersten Bundesländer bei Benzin sind – zum Stand Dienstagmorgen – Nordrhein-Westfalen und Hessen vor Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Bei Diesel liegen NRW und Hessen auf Platz zwei. Und auch auf Landkreisebene fällt auf, dass sich – insbesondere bei Benzin – die teuren Gegenden in der westlichen Hälfte Deutschlands ballen, wo der Rhein liegt, während es in Bayern – vor allem in seiner südlichen Hälfte – am günstigsten ist. Die Unterschiede betragen dabei einige Cent; bei Benzin sind es zwischen Bayern und NRW beziehungsweise Hessen ungefähr sieben Cent, bei Diesel ungefähr acht.Lilly ZerbstHitze und Trockenheit setzen Schmetterlingen zuIn Bayern gibt es in diesem Jahr weniger Schmetterlinge als sonst. „In vielen Regionen Bayerns scheinen momentan zwar viele verschiedene Schmetterlingsarten vorzukommen, allerdings teilweise nur in geringer Anzahl“, sagte Simon Habermann laut Mitteilung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV). Bereits im Frühsommer seien vergleichsweise wenige Individuen gezählt worden. Das könnte der Mitteilung zufolge daran liegen, dass sowohl die Futterpflanzen der Raupen als auch die Blüten, aus denen die Schmetterlinge Nektar saugen, nicht wachsen oder vertrocknen, wenn es zu lange heiß ist und nicht regnet. Die Auswirkungen können dabei je nach Art, Lebensraum und Region unterschiedlich ausfallen. Auch die im Rahmen des Projekts „Falter im Fokus“ erhobenen Daten deuten auf eine geringere Individuenzahl hin: Während im Juli 2025 mehr als 1000 Meldungen der drei Arten Schwalbenschwanz, Taubenschwänzchen und Admiral eingingen, wurden im Juli 2026 bislang weniger als 250 Individuen gemeldet. Dies könne aber auch daran liegen, dass viele tagaktive Falter bei hohen Temperaturen verstärkt in den kühleren Morgen- und Abendstunden fliegen und so seltener bemerkt werden.Juli-Rekord bei MeerestemperaturenDer Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño heizen die Weltmeere weiter auf. Wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus mitteilte, wurden im Juli dieses Jahres die höchsten jemals für diesen Monat gemessenen durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen verzeichnet.Der Durchschnittswert betrug 20,96 Grad Celsius. Er übertraf damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,80 Grad aus dem Jahr 2023. Erfasst wurden die Oberflächentemperaturen der Ozeane außerhalb der Polarregion.Die Entwicklung sei „zum Teil auf die sich entwickelnden El-Niño-Bedingungen im äquatorialen Pazifik zurückzuführen“, hieß es. Diese würden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter verstärken. In Europa gingen die Rekordwerte der Meeresoberflächentemperatur demnach mit weitverbreiteten marinen Hitzewellen einher.Weltweit war dieser Juli der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur lag laut Copernicus um 1,47 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Referenzwert von 1850 bis 1900. Im Pariser Klimaabkommen von 2016 hatte sich die Staatengemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.Binnenschiffer befürchten Unterbrechung der Rhein-Route Der Wassermangel im Rhein könnte dem Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) zufolge die internationale Transportroute bald im mittleren Flussabschnitt unterbrechen. „Wegen ausbleibender Niederschläge wird im Laufe der Woche an dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub erstmals ein nur noch einstelliger Wert prognostiziert“, sagte BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen der Rheinischen Post. „Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt.“Der Pegelstand von Kaub zwischen Koblenz und Mainz gilt als Referenzwert für die Rheinschifffahrt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt ohnehin relativ flach ist, sieht der BDB die dort erwarteten Pegelwerte mit besonderer Sorge. „Die gewerbliche Schifffahrt wird bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gilt für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt“, sagte Schwanen.Die Folge sind dem Verbandsgeschäftsführer zufolge zwei getrennte Gebiete. Zum einen gebe es zwischen den Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und der Region Köln noch Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet. „Und es gibt weiter südlich Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel, Main, Main-Donau-Kanal“, sagte Schwanen. Der Main-Donau-Kanal gilt als international bedeutendes Verbindungsstück der Route von und nach Südosteuropa und dem Schwarzen Meer.Welche Auswirkungen das Niedrigwasser auf den Tourismus am Rhein hat, lesen Sie hier:Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nieIm Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland zählt, betrug in dem Zeitraum 21,62 Grad, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte. Damit lag sie 2,79 Grad über dem langjährigen Juni-Mittel von 1991 bis 2020. Allerdings verweist Copernicus auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Auch für Deutschland zeigen die Daten, dass der Südwesten deutlich wärmer war als der Nordosten.Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023 mit nach damaligen Angaben 16,95 Grad. Der vergangene Monat lag global um 1,47 Grad über dem vorindustriellen Juli-Niveau. Für Westeuropa hebt Copernicus auch die extrem lang anhaltende Hitze seit dem späten Frühjahr hervor. Seit Mai habe es vier Hitzewellen gegeben – das sei für die Region außergewöhnlich viel. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis ins Jahr 1950, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar.Der Wasserstand der Flüsse lag in großen Teilen der trockenen Regionen deutlich unter dem langjährigen Mittel und erreichte örtlich sogar außergewöhnlich niedrige Werte. Besonders betroffen waren demnach die Seine, der Rhein und die Donau. Auch die Weltmeere heizten sich auf Rekordniveau auf. Die Meeresoberflächentemperatur war im Juli den Angaben zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in diesem Monat. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,96 Grad. Der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad stammt aus dem Juli 2023. Hitze-Warnung im Süden – zum Schulstart in ersten Bundesländern In der Südhälfte Deutschlands wird der Wochenstart wieder schweißtreibend – ausgerechnet zum Schulbeginn in drei Bundesländern. Der Deutsche Wetterdienst gab für mehrere Regionen abermals eine Warnung vor Hitze heraus. Sie gilt zunächst bis 19 Uhr für einen Großteil der Gebiete in Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Zugleich steigt am Montag die Gefahr von Gewittern.Die hohen Temperaturen fallen zusammen mit dem Schulstart nach den Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Hunderttausende Schüler müssen nach sechs Wochen Pause wieder zur Schule. Mehr als eine Woche lang ruhte bundesweit der Unterricht. Bayern und Baden-Württemberg waren die letzten Bundesländer, die in die Schul-Sommerpause gingen.Am Montag soll es nach Vorhersage des Wetterdienstes im Süden bis zu 36 Grad heiß werden. Lediglich im Nordwesten und Norden werden Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad erwartet. Anders als noch am Sonntag scheint zu Wochenbeginn die Sonne nicht mehr verbreitet.Ein Niederschlagsgebiet an einer Kaltfront verlagere sich über den Nordosten nach Polen. Es könne zu schauerartigen, teils gewittrigen Regenfälle kommen. „Sonst zunächst heiter bis sonnig und meist trocken, im Tagesverlauf vom Südwesten bis zur Neiße sowie vom Schwarzwald bis nach Ober- und Niederbayern Quellwolken mit Schauern einzelnen teils kräftigen Gewittern“, heißt es in der Vorhersage von Sonntag.Lilly ZerbstTrockenheit: Wie ist der Wasserstand in Ihrer Region?In Deutschland sind die Pegel von Flüssen, Seen und Grundwasser stark gesunken. Zuflüsse des Rheins sind im Juli teilweise versiegt, und bei Konstanz hat der Bodenseepegel einen saisonalen Tiefststand erreicht. Niedrigwasser gibt es in Mitteleuropa fast jährlich. Allerdings haben sich die Niedrigwasser-Ereignisse in den vergangenen Jahren intensiviert. An mehr als der Hälfte der 257 ausgewählten Messstellen in Deutschland ist der Grundwasser-Pegel aktuell sehr niedrig oder sogar extrem niedrig.Wie niedrig der Wasserstand in verschiedenen Regionen Deutschlands ist, zeigen von der SZ aufbereitete Daten der Bundesanstalt für Gewässerkunde:Lilly ZerbstKlimabewegung hat trotz Rekordhitze keinen Zulauf„Fridays for Future“ Berlin hatte zu einer „Hitzedemo“ vor dem Bundeskanzleramt aufgerufen. Doch statt einer Million, statt Hunderttausenden, kamen am Donnerstag nur etwa 300 Menschen, so die Angaben der Polizei. Darunter war auch Luisa Neubauer. Die Regierung sei eine Katastrophe, sagt die Klimaaktivistin, aber die Gesellschaft sei solidarisch. SZ-Autorin Sonja Zekri fragt sich: Warum gehen dann so wenige Menschen auf die Straße?Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Hitze: Waldbrände: Wo es in Deutschland gerade brennt
In Deutschland stehen weiterhin Tausende Quadratmeter Wald in Flammen. Glutnester und schwer zugängliche Gebiete erschweren die Löscharbeiten.








