Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesBis zu 40 Grad möglich in den kommenden Tagen DWD warnt: Hitze und hohe Luftfeuchte können im Osten Deutschlands schwere Unwetter bringenDWD: Waldbrandgefahr nimmt in kommenden Tagen zu Die Waldbrandgefahr steigt in den kommenden Tagen in ganz Deutschland, besonders im Süden und Osten. Das prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Aktuell gilt demnach nur in einigen Regionen, etwa in Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg, Stufe 4 von 5 – hohe Gefahr. Doch bereits ab Mittwoch sagt der Wetterdienst für große Bereiche von Süd- und Ostdeutschland hohe Gefahr voraus.Die Lage könnte sich im Verlauf der Woche noch weiter anspannen. Für Donnerstag und Freitag rechnen die Meteorologen unter anderem in überwiegenden Teilen von Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie großen Teilen von Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit Stufe 4 auf dem Waldbrandgefahrenindex. In einigen Regionen – etwa westlich von Berlin – soll dann gar die höchste Stufe 5 eintreten: sehr hohe Gefahr.Hitze allein löst zwar keine Brände aus. Aber hohe Temperaturen, Trockenheit, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind können das Risiko für Waldbrände steigern. Oft ist Brandstiftung der Auslöser. Experten machen den Klimawandel für die zunehmenden Extreme verantwortlich.DLRG: Sechs Badetote seit Freitag Inmitten der Hitzewelle haben die Lebensretter von der DLRG allein von Freitag bis Sonntag bisher sechs tödliche Badeunfälle erfasst. „Die Befürchtung, dass es wieder zu vielen tödlichen Unfällen kommt, hat sich leider bestätigt“, sagte ein Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Weitere Fälle könnten noch nachgemeldet werden.Ums Leben kamen den DLRG-Angaben zufolge überwiegend junge Männer: ein 22-Jähriger im Tegernsee und ein 24-Jähriger in einem See im Landkreis Coburg in Bayern, ein 16-Jähriger im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen und ein 53-Jähriger in einem Baggersee in Kleve in Nordrhein-Westfalen, ein 23-Jähriger im Epplesee in Baden-Württemberg sowie ein 29-Jähriger im Wandlitzsee in Brandenburg.Hinzu kommen mehrere Vermisste. So wurde nach drei Männern, die im hessischen Biblis im Rhein gebadet hatten, gesucht. Im rheinland-pfälzischen Altrip wurde ein Schwimmer, der in einem Weiher unterging, vermisst.Die Lebensretter hatten vergangene Woche dazu aufgerufen, die Gefahren beim Baden und Schwimmen in der Hitze nicht zu unterschätzen. „Wir sehen immer wieder, dass gerade Männer ihre Fähigkeiten überschätzen und Risiken eingehen, die vermeidbar wären“, hatte DLRG-Präsidentin Ute Vogt gesagt. Schon 2025 waren vier von fünf Ertrunkenen laut DLRG männlich (82 Prozent). Die DLRG empfiehlt, beobachtete Badestellen aufzusuchen und nicht allein schwimmen zu gehen. Außerdem solle man nicht überhitzt ins Wasser springen, sondern sich vorher abkühlen.Wo es heute ungewöhnlich warm istWie heiß ist es in Ihrer Gegend? Wie waren die vergangenen Wochen? Und was hat das alles mit dem Klimawandel zu tun? Was die Daten des Deutschen Wetterdienstes aussagen.Anna Lea JakobsBis zu 40 Grad möglich in den kommenden Tagen Auch in der neuen Woche wird Deutschland weiter schwitzen. In der Wochenmitte deute sich an, „dass sich die Hitze auch wieder auf den Norden ausdehnt, und im Südwesten könnte lokal die 40-Grad-Marke erreicht werden“, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Das sei allerdings noch unsicher. Hinweise auf eine Abkühlung lieferten die Wettermodelle „nach aktuellem Stand frühestens ab kommendem Wochenende“.Die lokale Unwettergefahr in Deutschlands Mitte und Süden hält vorerst an. Räumlich sehr begrenzt kann es dem DWD zufolge zu Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen. „Die meisten werden von den Gewittern allerdings nichts mitbekommen“, hieß es weiter. Heftige Gewitter in Berlin und BrandenburgNach einem sehr warmen Vormittag hat in Berlin ein Gewitter mit heftigen Windböen und Platzregen den S-Bahnverkehr auf einigen Strecken kurzzeitig unterbrochen. Am Mittag bat die Bahn auf X um Verständnis für die Beeinträchtigungen. Betroffen waren unter anderem die Hauptstrecke zwischen Friedrichstraße und Tiergarten, wo es keinen Zugverkehr mehr gab, sowie die Strecken zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof und zwischen Wedding und Gesundbrunnen. Auf Anzeigetafeln stand: „Nutzen Sie alternative Verkehrsmittel.“ Einige Freibäder schlossen aus Sicherheitsgründen vorübergehend. Wegen schwerer Gewitter gab es in nördlichen Regionen Brandenburgs bis zum Mittag bereits 18 Feuerwehreinsätze. Für mehrere Landkreise hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung herausgegeben und auf möglichen Starkregen und Hagel hingewiesen. Die Warnung umfasste die Landkreise Barnim, Uckermark, Märkisch-Oderland, Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin. Wie groß das Ausmaß der Schäden ist, war zunächst unklar.Bereits am Samstag war die Feuerwehr ausgerückt, weil Bäume umgeknickt, Keller vollgelaufen und Straßen überflutet waren. Zudem war es in südlichen Regionen Brandenburgs zu Blitzeinschlägen und Bränden gekommen.Anna Lea JakobsFrankreich verbietet wegen der Hitze Alkohol auf einem landesweiten Musikfest Wegen der extremen Hitzewelle untersagen die Behörden in Frankreich den Alkoholkonsum in der ​Öffentlichkeit während des landesweiten Musikfestes „Fête de la ⁠Musique“ in besonders betroffenen Regionen. Das Verbot gelte ​am 21. ​Juni in allen Départements, ‌für die ab ‌Sonntagmittag die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen werde, teilte das ​Büro ​von Ministerpräsident Sebastien Lecornu ​am Samstag nach einer Krisensitzung mit. Die örtlichen Präfekten würden ‌entsprechende Verordnungen für den öffentlichen Raum erlassen. ‌Zudem ‌werde bei allen staatlich organisierten ​Veranstaltungen kein Alkohol ausgeschenkt. Der Wetterdienst Meteo ​France hat für Sonntag ‌in 35 Départements eine Hitzewarnung der Stufe „rot“ ausgegeben, darunter auch für die Hauptstadt Paris. Wann Schülerinnen und Schüler auf Hitzefrei hoffen dürfen Bei Temperaturen wie heute ist es wichtig zu wissen, wie Schulen in Deutschland damit umgehen. Haben Schülerinnen und Schüler Chancen auf Hitzefrei? Generell entscheidet darüber die jeweilige Schulleitung, es gibt keine bundesweiten Vorgaben, teilweise aber landesweite, zumeist mit Richtwerten. Außerdem müssen die Schulen, vor allem Grundschulen, eine Betreuung der Schüler auch ohne Unterricht sicherstellen. Die Nachrichtenagentur kna stellt dazu eine hilfreiche Übersicht zur Verfügung: Im Saarland und in Bayern gibt es keine landesweiten, gesetzlichen Vorgaben für Hitzefrei an Schulen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es „kein Recht auf Hitzefrei“. Zunächst sollen aber alternative Unterrichtsformen, etwa im Freien, oder verkürzte Stunden, ausprobiert werden. In Baden-Württemberg gilt, dass um 11.00 Uhr mindestens 25 Grad Celsius im Schatten gemessen werden müssen. Hitzefrei gibt es frühestens nach der 4. Schulstunde. Zudem sollen sich benachbarte Schulen abstimmen. An Berufsschulen und für die gymnasiale Oberstufe gibt es kein hitzefrei. In Bremen ist der Richtwert, dass für Vorklassen und die Jahrgangsstufen 1 bis 4 der Unterricht zum Ende der Unterrichtsstunde beendet werden kann, in deren Verlauf im Schulgebäude eine Temperatur von mindestens 25 Grad festgestellt wurde. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 kann der Unterricht zum Ende der darauffolgenden Unterrichtsstunde beendet werden. In Hessen gilt für Hitzefrei, über das die Schulleitung entscheidet, laut Erlass des hessischen Kultusministeriums in der Regel eine Raumtemperatur von mehr als 26 Grad im Klassenzimmer. In Nordrhein-Westfalen gilt als Anhaltspunkt eine Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius. Bei weniger als 25 Grad Außentemperatur ist kein Hitzefrei möglich. Schüler der Grundschule und der Jahrgangsstufen 5 und 6 dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsschluss entlassen werden. Schüler der Sekundarstufe II, also der Oberstufe, erhalten kein Hitzefrei. In Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten können die Schulleitungen in Brandenburg für Klassenstufen 1 bis 10 eigenverantwortlich hitzefrei geben. Richtschnur sind 25 Grad Celsius Außentemperatur im Schatten um 10 Uhr. Dann soll nicht länger als bis 12 Uhr unterrichtet werden. In Sachsen-Anhalt dürfen Schulen hitzefrei geben, wenn die Temperatur in einem „repräsentativen Unterrichtsraum“ um 11.00 Uhr 26 Grad oder mehr erreicht. Das gilt aber in der Regel nur für Schüler in den Schuljahrgängen 1 bis 10 nach der 5. Unterrichtsstunde. In Ausnahmefällen darf der Unterricht auch schon nach der vierten Stunde enden. In Hamburg entscheidet die Schulkonferenz, ob die Klassen 1 bis 9 hitzefrei bekommen. Möglich ist das ab 11.30 Uhr, wenn die Temperatur nicht mehr zumutbar ist. Alternativ können Lehrer nach draußen wechseln oder Räume verlegen. In Niedersachsen sieht es ähnlich aus. Dort wurde die Möglichkeit für Hitzefrei bei unzumutbaren Temperaturen in den Klassen aber im vergangenen Jahr auch auf die Oberstufe und Berufsschulen ausgeweitet. Eine konkrete Temperaturgrenze für die Anordnung von Hitzefrei gibt es in Berlin nicht mehr. Bei großer Hitze können sich Schulen für verkürzte Unterrichtsstunden entscheiden oder Stunden ausfallen lassen. Auch in Sachsen gibt es keine feste Temperatur. Die Schulleitung darf die Stundenzahl verkürzen, Pausen verlängern oder den Unterricht draußen stattfinden lassen. Ähnlich sieht es in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen aus. DWD warnt: Hitze und hohe Luftfeuchte können im Osten Deutschlands schwere Unwetter bringenAm Sonntag kann es im Osten Deutschlands laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zu heftigen Unwettern kommen. Verantwortlich dafür ist schwüle, heiße Luft. „Die Luftmasse birgt heute das Potenzial, dass örtlich wirklich kräftige Gewitter sich noch entwickeln können, die in den Unwetterbereich gehen“, so ein Sprecher des DWD in Leipzig. Verbreitet liegen die Temperatur-Höchstwerte heute laut Prognose erneut über der 30-Grad-Marke. Dies sorge zusammen mit hoher Luftfeuchte für reichlich Gewitterpotenzial, so der Experte.Bis zum Mittag liegt der Gewitterschwerpunkt demnach vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zum Teil liege das an einer Gewitterfront, die aus Niedersachsen kommend im Tagesverlauf nach Osten zieht. Zum Teil würden aber auch stetig neue Gewitter entstehen, etwa über dem Thüringer Wald.„Ab dem Nachmittag und Abend verlagern sich die Gewitter eher über Ostthüringen, das östliche Sachsen-Anhalt weiter nach Brandenburg und Sachsen“, so der DWD-Sprecher weiter. Den Schwerpunkt für Gewitter bis hin zu schweren Unwettern werden dabei nach aktuellen Prognosen heute das südliche Brandenburg und Ostsachsen bilden. Dort seien „zumindest unwetterartige Gewitter zu erwarten“, vereinzelt könne dabei auch „die violette Schwelle gerissen werden“.Gemeint sind damit extreme Unwetter der höchsten Warnstufe Vier. Der DWD unterteilt Warnungen vor Gewitterereignissen in vier Stufen. In der Regel gilt dann eine Warnung vor einem Aufenthalt im Freien und vor möglicher Lebensgefahr durch Blitzschlag. Die höchste Stufe Vier gilt als extremes Unwetterereignis mit unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben. Dann kann es zu extrem heftigem Starkregen und Hagelschlag verbunden mit Orkanböen kommen. TickarooLive Blog Software