Es sei „handwerklich vielleicht nicht klug“ gewesen, dieselbe Frau auf zwei Wahlplakaten einmal im Rollstuhl und einmal stehend neben sich zu zeigen, sagt CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze. Im Netz wurde deshalb gespottet, er könne Rollstuhlfahrer wieder zum Laufen bringen. Inzwischen verspricht er Besserung: „Machen wir beim nächsten Mal besser.“
Erstmal steht jedoch die Landtagswahl am 6. September an. Und dafür inszeniert sich der amtierende Ministerpräsident mit einer Frau im Rollstuhl. Markus Graubner, Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbands Sachsen-Anhalt und selbst Rollstuhlfahrer, nennt das Motiv im Gespräch mit dieser Zeitung eine „persönliche Verunglimpfung von Menschen mit Behinderung“.
Auf einem zweiten Wahlplakat steht dieselbe Frau neben CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze.
© IMAGO/Chris Emil Janssen
Was der CDU-Spitzenkandidat konkret tun will, um das Leben von Menschen zu verbessern, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, wollte er auf Anfrage dieser Zeitung nicht sagen. Auch auf die Frage, wie er auf Unmut über das Plakat in den eigenen Reihen reagiert, ging Schulze nicht ein. Aus der CDU hieß es, er wolle sich „über seine Botschaft in den sozialen Medien hinaus nicht weiter dazu äußern“.










