Die Hitze macht die Produktion von Atomstrom in Frankreich teils unmöglich. Das liegt an der steigenden Temperatur umliegender Flüsse – und an Quallenangriffen.
Ungewöhnlich große Mengen von Quallen verstopfen die Filter der Pumpen der AKW-Anlage Gravelines in Nordfrankreich
Einer nach dem anderen: In den vergangenen Tagen musste Frankreich etliche Atomreaktoren abschalten. Der Grund dafür sind Hitzeprobleme bei der Kühlung: Die Mehrzahl der AKW, die dazu Flusswasser etwa aus der Rhone oder der Garonne verwenden, müssen aus Rücksicht auf die Biodiversität gestoppt werden. Wenn das für die Kühlung der Reaktoren abgeleitete Wasser eine bestimmte Temperatur übersteigt, meist 28 Grad Celsius, ist das ökologische Gleichgewicht und damit das Überleben der Flussfauna und -flora in Gefahr.
Bei den mit Meerwasser gekühlten Reaktoren, beispielsweise in der Anlage von Gravelines in Nordfrankreich, stellt sich ein anderes Problem. Einen Zusammenhang mit der gegenwärtigen Hitze gibt es aber ebenfalls: Ungewöhnlich große Mengen von Quallen verstopfen die Filter der Pumpen und könnten so das Funktionieren des Kühlsystems beeinträchtigen. Mit seinen 6 Reaktoren (die zunächst alle abgestellt wurden und bis auf eine derzeit außer Betrieb sind) ist Gravelines die größte AKW-Anlage in Westeuropa.










