Nun soll Donald J. Trump doch wieder an der Fassade des John F. Kennedy Center for the Performing Arts stehen, nur unterhalb der Hauptinschrift. Das habe der Vorstand des Kunstzentrums in Washington am Donnerstag entschieden, berichtet unter anderem die New York Times unter Berufung auf Beteiligte. Wörtlich soll an der Fassade also künftig stehen: „Restauriert und renoviert von Präsident Donald J. Trump.“ Die Entscheidung kam kurz nachdem der Vorstand beschlossen hatte, die von Trump geplanten Renovierungsarbeiten am Gebäude fortzusetzen. Seinen Namen nun auf diese Weise anzubringen, kann man als geschickten Zug ansehen in einem Hin und Her, das bereits seit Trumps Amtsantritt andauert.Im Mai hatte ein Bundesrichter angeordnet, dass Trumps Name vom Kennedy Center entfernt werden muss, da nur der Kongress Änderungen am Namen vornehmen kann. Im Juni wurden die fünf Buchstaben des US-Präsidenten also entfernt. Vom Gebäude als auch von der Website.Reisen:Grand Tour ÉlectriqueNur jeder vierte Deutsche würde sich trauen, mit dem E-Auto ins Ausland zu fahren. Wovor genau haben wir Angst? Unser Autor ist 4000 Kilometer durch das klimageplagte Europa in die Bretagne gereist – ein Trip, der seinen Blick aufs Unterwegssein verändert hat.Doch nun will der Vorstand, von Trump höchstpersönlich besetzt, erneut deutlich machen, welche Rolle der US-Präsident für das Kunstzentrum seiner Ansicht nach spielt: nämlich eine tragende. Der Plan soll den Beteiligten zufolge noch einem Richter präsentiert werden.Der Bereich vor dem Zentrum soll „Donald J. Trump Plaza“ heißenDie Entscheidung wurde von zumindest einem Mitglied des Vorstands scharf verurteilt, dem demokratischen Senator Sheldon Whitehouse. „Das heutige Scheintreffen verdeutlicht, dass das von Trump berufene Vorstand des Kennedy Center glaubt, über dem Gesetz zu stehen“, heißt es in einem Statement. Der Vorstand missachte damit erneut offen eine gerichtliche Anordnung. Whitehouse zufolge hat der Vorstand auch dafür gestimmt, den Bereich vor dem Kennedy Center „Donald J. Trump Plaza“ zu nennen.Trump, der im vergangenen Jahr den Leiter des Kennedy Center gefeuert hatte, und den Vorstand dann mit seinen Unterstützern besetzte und sich selbst zum Vorsitzenden ernannte, ließ Bloomberg über seine Sprecherin Liz Huston mitteilen: „Unter der entschlossenen Führung von Präsident Trump ist das Kennedy Center auf dem besten Weg, sich zur weltweit herausragendsten Kulturinstitution zu entwickeln.“Allerdings sehen das nicht alle so. Seitdem Trump das Kennedy Center übernommen hat, brachen die Ticketkäufe ein, Künstlerinnen und Künstler sagten Ausstellungen und Vorführungen ab und Stammgäste des Hauses, das als Zentrum von Washingtons Kunstszene gilt, blieben zu Hause. Viel dürften sie auch nicht verpassen: Auf der Homepage des Kennedy Center steht lediglich das Programm für September und bietet da vor allem günstige Kinoabende an.
Kennedy Center: Jetzt kommt Trumps Name doch wieder auf die Fassade – nur woanders
Der Vorstand des Kennedy Center for the Performing Arts will den US-Präsidenten verewigen - und wendet sich damit gegen eine Gerichtsentscheidung.















