In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.US-Regierung bringt Ballsaal-Streit vor den Obersten GerichtshofDie amerikanische Regierung hat im Zuge des Rechtsstreits um den geplanten Ballsaal des Weißen Hauses am Freitag den Obersten Gerichtshof angerufen. Sie verlangt die Aussetzung einer einstweiligen Verfügung, die in der vergangenen Woche einen Baustopp des Projekts angeordnet hatte. Regierungsanwalt John Sauer äußerte am Freitag in einem Schreiben an das Oberste Gericht, diese Entscheidung sei „rechtswidrig“ und müsse sofort zurückgenommen werden. Der im Zuge des Ballsaals ebenfalls vorgesehene Militärkomplex sei „für die nationale Sicherheit unverzichtbar“. Angesichts der jüngsten Attentatsversuche auf Donald Trump sei der modernisierte Ostflügel „absolut erforderlich“.Ein Berufungsgericht hatte vergangene Woche der Klage von Denkmalschützern Recht gegeben, die den Bau stoppen wollen. Ob ein „riesiger Ballsaal“ gebaut werden solle, sei Sache des Kongresses „und keine Angelegenheit, die die Exekutive eigenmächtig regeln darf“, schrieb das Gericht. Die Entscheidung habe „überhaupt nichts“ damit zu tun, ob der geplante Ballsaal aus politischer Sicht wünschenswert sei. Die Beklagten dürften den Bau nicht vorantreiben, ohne die Genehmigung des Kongresses einzuholen. Das statt 200 Millionen Dollar inzwischen 600 Millionen Dollar teure Projekt sieht neben einem Ballsaal auch einen unterirdischen Militärkomplex vor. Dieser soll nach Angaben Trumps sechs Stockwerke haben und laut Gerichtsunterlagen über Lüftungsanlagen „in Militärqualität“, ein Krankenhaus, einen Luftschutzbunker und „streng geheime“ militärische Anlagen verfügen.Der amerikanische Präsident Donald Trump glaubt nicht an die „Klimalüge“. Aber seine Regierung greift doch ein, wenn der Wassermangel am Colorado River die Versorgung von Millionen Amerikanern gefährdet, schreibt unsere USA-Korrespondentin Sofia Dreisbach.Mathias PeerTrump ordnet Rückkehr zu Dampfkatapulten auf Flugzeugträgern anPräsident Trump hat die Marine angewiesen, ein komplexes System zum Starten von Kampfflugzeugen von ihren Flugzeugträgern zu entfernen und stattdessen wieder Dampfkatapulte zu verwenden. Trump habe am Donnerstag ein Memorandum unterzeichnet, das diese Änderung anordnet, teilte das Weiße Haus mit. Dafür müsste das elektromagnetische Katapultsystem ausgebaut werden, das auf den Flugzeugträgern der Gerald-R.-Ford-Klasse eingesetzt wird. Bei Dampfkatapulten wird das besonders stabile Bugfahrwerk des Flugzeugs in einen Schlitten auf dem Flugdeck eingehängt und das Flugzeug dann per Dampfdruck innerhalb weniger Sekunden extrem beschleunigt. Vertreter der Marine und der Rüstungsindustrie lehnen die Rückkehr zu Dampfkatapulten ab. Grund sind die enormen Kosten für den Ausbau eines derart komplexen Systems, das integraler Bestandteil der Konstruktion der Ford-Klasse ist. Im Februar pries die Marine den Erfolg der elektromagnetischen Katapulte (EMALS). Sie erklärte, diese Systeme ermöglichten es dem Flugzeugträger, Flugzeuge in höherer Frequenz zu starten und zu landen als die Flugzeugträger der Vorgängerklasse.Trump hingegen kritisierte das elektromagnetische Katapultsystem schon häufig. Es sei teurer und weniger effektiv ‌als die traditionellen Dampfkatapulte. „Sie haben Milliarden ‌Dollar mehr für elektrische Katapulte ausgegeben, und sie sind nicht gut“, sagte Trump im vergangenen Monat auf einem Verteidigungsgipfel in Pennsylvania. Trump hatte schon vor fast zehn Jahren – nach dem Besuch eines Schiffes und der Begegnung mit einem Matrosen, der die Dampfkatapulte lobte – gesagt, man solle zur Dampftechnik zurückzukehren. Der Hersteller des EMALS-Systems, General Atomics, forderte eine sorgfältige Überprüfung der ​Entscheidung. Da die Produktion bereits zu fast 50 Prozent ⁠abgeschlossen sei, berge ein Kurswechsel erhebliche Risiken für Kosten, Zeitplan und Integration, teilte das Unternehmen mit.Trumps neue Anordnung erlaubt es zudem ausländischen Schiffsbauern, die dauerhaft und in erheblichem Umfang in US-Werften investiert haben, vorübergehend bis zu zwei Schiffe in ihren Heimatwerften zu bauen. ⁠Damit sollen Lücken ⁠in der Flotte schnell geschlossen werden. Mathias PeerTrump kündigt Zölle von bis zu hundert Prozent auf Drohnen anUS-Präsident Donald Trump hat Zölle von bis zu hundert Prozent auf Drohnen und ihre Bestandteile verhängt. Er unterzeichnete eine entsprechende Anordnung, mit der die Abhängigkeit von Importen in der von China dominierten Branche verringert werden soll. Das Weiße Haus begründete die Maßnahme mit der nationalen Sicherheit.Die neuen Zölle würden zudem die „verstärkte heimische Produktion“ von Drohnen und deren Komponenten fördern und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten verringern, hieß es in der Erklärung des Weißen Hauses. Zölle von 100 Prozent sollen demnach unter anderem für Drohnen mit einem Startgewicht von mehr als 25 Kilogramm gelten sowie für Fluggeräte, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Auf kleinere Drohnen werde ein Zollsatz von 25 Prozent verhängt.Robert DikomeitUS-Flugzeugträger im Nahen Ostern wird ersetztNach Beschwerden über Missstände auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln soll dieser abgelöst werden. Ersetzt wird er durch die USS George Washington, wie amerikanische Medien übereinstimmend meldeten. Laut CNN war der Austausch der Schiffe bereits zuvor geplant. Das Pentagon und das US-Regionalkommando im Nahen Osten (Centcom) lehnten einen Kommentar unter Verweis auf den Schutz der operativen Sicherheit zunächst ab.Nach früheren Angaben der Marine war die USS George Washington Ende Juli im vietnamesischen Da Nang eingelaufen. Am Mittwoch war dann bekannt geworden, dass der Flugzeugträger die Hafenstadt in der Mitte des südostasiatischen Landes bereits am 5. August verlassen hat. Wohin er samt Verbund hinsteuerte, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Washington-Korrespondentin Sofia Dreisbach hat die Hintergründe hier aufgeschrieben: Richter weist Klage der US-Regierung gegen Harvard zurückEin US-Bundesrichter hat eine Klage der Regierung von Präsident Donald Trump gegen die Eliteuniversität Harvard wegen deren Umgang mit Antisemitismus-Vorwürfen abgewiesen. Richter Richard Stearns in Boston urteilte am Donnerstag, die Regierung habe nicht ausreichend nachgewiesen, dass Harvard gegen Bestimmungen des US-Bürgerrechtsgesetzes zum Schutz vor Diskriminierung verstoßen habe.Das US-Justizministerium hatte Harvard im März verklagt. Die Regierung warf der Universität vor, sie habe während propalästinensischer Proteste auf dem Campus im Jahr 2024 ein „feindliches Umfeld“ für jüdische und israelische Studierende geduldet und sei nicht ausreichend gegen antisemitisches und antiisraelisches Verhalten eingeschritten. Mit der Klage wollte die Regierung unter anderem erreichen, dass Harvard hohe Zuschüsse aus Bundesmitteln zurückzahlen muss und keine weiteren Gelder beanspruchen kann. Harvard erklärte, die Hochschule nehme den Schutz ihrer jüdischen und israelischen Studenten und Mitarbeiter ernst und habe verschiedene Maßnahmen gegen Antisemitismus ergriffen. Trump-Regierung schafft Jahresbericht zum Zustand der Arktis abDie Regierung von Präsident Donald Trump hat die Veröffentlichung eines wichtigen Klimaberichts zum Zustand der Arktis gestoppt. Die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) werde den seit 2006 jährlich erscheinenden Bericht in diesem Jahr nicht veröffentlichen, teilte die Behörde mit. Forscher suchen nun nach einem Weg, die Ergebnisse trotzdem zu publizieren.Der letzte Arktis-Bericht war im Dezember veröffentlicht worden, als Trump bereits im Amt war. Einen Grund für die Entscheidung, ihn 2026 zu streichen, nannte die NOAA nicht. Bereits veröffentlichte Berichte würden aber weiterhin öffentlich verfügbar sein, erklärte sie. In den vergangenen Jahren hat der nach dem Peer-Review-Verfahren erstellte Bericht zentrale Veränderungen in der Arktis gebündelt dokumentiert und öffentlich sichtbar macht. Seine Bedeutung stützt sich auf eine breite internationale Autorenschaft und darauf, dass er viele Indikatoren wie Luft- und Meerestemperaturen, Permafrost oder Ökosystemveränderungen zusammenführte.Vor kurzem hat mein Kollege Joachim Müller-Jung analysiert, wie durch Trumps Wissenschaftspolitik global wichtige Datenschätze in Gefahr geraten:Donald Trump hat einmal über Karoline Leavitt gesagt, ihre Lippen würden sich „wie ein Maschinengewehr bewegen“. Und er versprach, seine Pressesprecherin „niemals“ zu ersetzen. Nun legt sie nach anderthalb Jahren ihr Amt nieder. Meine Kollegin Magdalena Tröndle erinnert an drei Auftritte Leavitts, die in Erinnerung bleiben werden:Senatoren fordern Aufklärung über Zustände auf Flugzeugträger Nach alarmierenden Berichten über die Zustände auf dem in Nahost eingesetzten Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ fordern Mitglieder des Senats Aufklärung. Die Regierung solle erklären, was sie tue, um die Streitkräfte auf dem schwimmenden Luftwaffenstützpunkt zu unterstützen, schrieb der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, auf X. „Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln.“Der Demokrat hat eine offizielle Anfrage als Mitglied des Senatskomitees für die US-Streitkräfte an Verteidigungsminister Pete Hegseth und Marine-Staatssekretär Hung Cao gerichtet. Darin heißt es, die „Abraham Lincoln“ habe seit nunmehr fast sieben Monaten am Stück keinen Hafen mehr angelaufen – eine Rekorddauer, die für die Besatzung offenbar spürbar zur Belastung wird. Fehlende Seife und verstopfte Klos sind demnach nicht einmal das schlimmste Problem: Bei Soldatinnen und Soldaten sei eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit festzustellen, heißt es. Es seien „Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Außendecks“ geäußert worden und, ebenfalls unschön für die Besatzung: Störungen im Postverkehr hätten dazu geführt, dass viele an das Schiff adressierte Versorgungspakete über Monate auf dem Transportweg verloren gegangen seien.Der ebenfalls demokratische Senator aus Arizona, Ruben Gallego, kündigte an, den Flugzeugträger mit einer parteiübergreifenden Delegation besuchen zu wollen, um die Lage in Augenschein zu nehmen. „Die Geschichten von Besatzungsmitgliedern, die damit drohen, vom Schiff zu springen, sind ein erschreckendes Alarmläuten dafür, wie schlimm die Situation geworden ist“, schrieb er auf X. Trumps Umgang mit seinen Marinetruppen sei „nicht nur abstoßend, sondern auch gefährlich“, kritisierte Gallego. „Diese Seeleute haben ein Anrecht darauf zu wissen, wann sie nach Hause zurückkehren werden.“Sabrina FrangosUSA stellen Militärschläge gegen Drogenkartelle in Kolumbien in AussichtUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth ​hat am Mittwoch gemeinsame Militärschläge gegen bewaffnete ⁠Gruppen in Kolumbien in Aussicht gestellt. Auf einer Konferenz der von den USA geführten Koalition ‌gegen Drogenkartelle in Panama sagte Hegseth, Kolumbien habe „gemeinsame Militäroperationen zur Zerstörung von Terroristen und Terrornetzwerken“ ‌genehmigt. ‌Als legitime Ziele nannte er von den USA als Terrororganisationen eingestufte Gruppen wie die Nationale Befreiungsarmee (ELN). ​Die neue konservative Regierung ⁠Kolumbiens unter Präsident Abelardo De La Espriella hat sich der ​von den USA geführten Koalition angeschlossen. Hegseth berief ⁠sich auf eine ‌Neuauflage der Monroe-Doktrin aus dem 19. Jahrhundert, die er in Anlehnung an US-Präsident Donald ⁠Trump als „Donroe-Doktrin“ ⁠bezeichnete. Zudem kritisierte er den Internationalen Strafgerichtshof und rief ⁠die ​Verbündeten ⁠zum Austritt aus ​der Organisation auf. Mehr ladenTickarooLive Blog Software