Nur langsam kommt Licht ins Dunkel des Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin. Gleichwohl kommen neue Details zutage. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen gegen den Täter zwar eingestellt, da gegen Tote nicht ermittelt wird: Abdul Ballout, der im Tiergarten einen Transporter in eine Menschenmenge steuerte und auch auf mehrere Personen einstach, wurde am Tag darauf von der Polizei erschossen.Gleichwohl bleibt der Generalbundesanwalt Herr des Terror-Ermittlungsverfahrens. Es sei nach wie vor unklar, ob der 21-jährige Islamist allein handelte oder Komplizen hatte. Entsprechend spärlich fließen die offiziellen Informationen – auch zu den Opfern, zu denen die Bundesanwaltschaft keine Angaben macht. Den Medien bleiben daher vorerst nur Ermittler- und Sicherheitskreise als Quellen.

Bei dem Anschlag wurden 31 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Eine 65-jährige Frau aus Polen starb durch den Aufprall des Autos; Reanimationsversuche durch Feuerwehrsanitäter und einen Notarzt blieben erfolglos. Ihre Tochter wurde ebenfalls durch das Fahrzeug verletzt. Nach Angaben von Rettungskräften erlitten weitere Personen schwere Traumaverletzungen. Nach der jüngsten Bilanz mussten fünf Menschen mit Schnitt- beziehungsweise Stichverletzungen versorgt werden. Aus Sicherheitskreisen heißt es inzwischen, dass der Fahrer laut Auswertung der Spuren im Fahrzeuginneren allein in dem gemieteten Renault-Transporter saß.