Stand: 14.08.2026 • 14:58 Uhr
Etwa 350 Menschen haben vergangenes Jahr pro Tag in Deutschland außerhalb einer Klinik einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Passieren kann das überall. In jedem zweiten Fall schritten Ersthelfer ein und begannen zu reanimieren.
Mehr als jede zweite Wiederbelebung ist im vergangenen Jahr bereits vor dem Eintreffen von Rettungskräften begonnen worden. Damit lag die Quote von Ersthelferinnen und Ersthelfern bei Herz-Kreislauf-Stillständen mit 53,5 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres, wie aus dem außerklinischen Jahresbericht 2025 des Deutschen Reanimationsregisters hervorgeht. In knapp zwei von fünf Fällen (38,4 Prozent) seien die Ersthelfer dabei telefonisch von der Leitstelle angeleitet worden.
Erstmals wurde dabei auch erfasst, wie viele sogenannte First Responder und andere über Smartphones alarmierte Ersthelfer mit der Reanimation begannen. First Responder sind speziell ausgebildete Ersthelfer, die die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. First Responder und aktivierte Ersthelfer hätten in knapp zehn Prozent der Fälle vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Wiederbelebung begonnen.
Die Dokumentation der Daten zu den aktivierten Ersthelfern habe allerdings erst zur Jahresmitte 2025 begonnen, daher seien sie nur bedingt aussagekräftig. Deren tatsächlicher Beitrag sei wahrscheinlich größer.






