65 000 Menschen erleiden in Deutschland im Jahr einen plötzlichen Herzstillstand. Sie müssen sofort reanimiert werden und brauchen eine Herzdruckmassage. Doch Hilfe kommt oft zu spät. Viele Menschen zögern, mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen, haben Angst, etwas falsch zu machen oder trauen sich die Beatmung und eine Herzdruckmassage nicht zu. Dabei könnte beides viele Leben retten.

Das neue Aktionsbündnis „Lebensretter-Stadt München“ will mit mehr Öffentlichkeitsarbeit über Wiederbelebungsmaßnahmen aufklären, in Kooperation mit der Björn-Steiger-Stiftung an den Schulen und Betrieben mehr Reanimationskurse fördern und Lehrerinnen und Lehrer zu Multiplikatoren ausbilden. An dem Bündnis beteiligen sich Vertreter und Vertreterinnen von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Kliniken, Rettungsdiensten und verschiedenen städtischen Referaten sowie viele andere Berufsgruppen, teilt die Stadt München mit.

Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien sollten mehr und mehr zur „Alltagskompetenz“ werden, sagt Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD). Die Ausbildung von Schülern und Schülerinnen sei ein wichtiger Baustein, um Akzeptanz und Kompetenz bei lebensrettenden Sofortmaßnahmen auszuweiten. „Denn auch Kinder und Jugendliche können bereits Wiederbelebung erlernen und das Gelernte anwenden und in die Familien tragen.“