Osama bin Laden ist tot, der Kannibale von Rotenburg sitzt hinter Gittern, RAF und NSU sind ebenfalls Geschichte. Wer bleibt dann noch? Richtig: Ulrich Siegmund, der Mann aus der Duftmarketing-Branche, heute hauptberuflich AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. Vorsicht: Der 35-jährige Siegmund ist mit allen Wassern gewaschen und äußerst gefährlich. Sagt jedenfalls „Der Spiegel“.
Das Magazin hat ihn deshalb auf seine jüngste Titelseite gehoben. Ganz so, wie einen auf der Most-wanted-Website des amerikanischen FBI die miesen Terroristen anstarren, prangt nun auch Siegmunds Konterfei auf dem Spiegel-Cover vor schwarzgrauem Hintergrund. Eine Belohnung zu Siegmunds Ergreifung hat die Spiegel-Chefredaktion noch nicht ausgelobt. Zahltag ist aber ohnehin am 6. September. Und wenn Siegmund weiterhin so viel Werbung von der Konkurrenz bekommt, dürfte ihm sogar die absolute Mehrheit winken.
Eigentlich könnte dieser Kommentar hier enden, aber eine Frage sollte unbedingt noch beantwortet werden: Für wen ist Ulrich Siegmund eigentlich so gefährlich?
Schulze hat es verbockt
Da wäre etwa CDU-Ministerpräsident Sven Schulze: Er sieht sich durch Siegmund höchster Gefahr ausgesetzt. Schließlich müsste er sein gemütliches Büro in der Magdeburger Staatskanzlei räumen und wäre nach der Wahl seinen Job los, sollte Siegmund und seine AfD wie prognostiziert die Wahl gewinnen. Das wäre unnötig brutal, vor allem aber herzlos. Aber so sind diese Terroristen eben nun mal.










