Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 33/2026.

Wenn Sie mir einen Flachwitz erzählen und ich ihn einfach so weitergebe, fänden Sie das wahrscheinlich nicht schlimm. Womöglich wären Sie sogar stolz, dass Ihr Flachwitz so gut angekommen ist – und sollten sich danach vielleicht nach besseren Quellen für Ihren Selbstwert umsehen. Aber wären Sie genauso entspannt, wenn Sie statt eines Flachwitzes eine lange, detaillierte, persönliche Anekdote erzählt hätten, die ich kurz danach wortwörtlich als meine eigene wiedergebe? Das würde sich falsch anfühlen. Weil es dreist wäre. Durch künstliche Intelligenz (KI) hat dieser Ideenklau im Netz ein neues Ausmaß erreicht und betrifft längst alle Menschen, die online Inhalte veröffentlichen.