PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsSturkopf mit StammbaumFahrbericht: BAW 212Stand: 12:31 UhrLesedauer: 5 MinutenWer den 4,70 Meter langen BAW 212 zum ersten Mal sieht, tippt reflexhaft: Kopie aus ChinaQuelle: BAWGanz China fährt elektrisch oder zumindest elektrisiert, erst recht im SUV. Ganz China? Mitnichten! Der BAW 212 hält eisern am Diesel fest und ist auch sonst von altem Schrot und Korn. Genau wie G-Klasse, Wrangler oder Defender – nur dass er kaum die Hälfte kostet. SP-X/Schwallungen. Vierschrötig steht er da, mit Kulleraugen aus LED-Ringen und kantigen Kotflügeln, einem am Heck angeschlagenem Ersatzrad und einer Silhouette, bei der man sofort an Land Rover Defender, Mercedes G-Klasse, Jeep Wrangler oder Ineos Grenadier denkt. Wer den 4,70 Meter langen BAW 212 zum ersten Mal sieht, tippt reflexhaft: Kopie aus China, wie so oft. Und muss sich vom Importeur Indimo eines Besseren belehren lassen.

Denn der 212er kopiert niemanden. Er geht zurück auf den Beijing Jeep von 1965 und ist damit fast schon ein Oldtimer– seit sechs Jahrzehnten fährt er, mal in Olivgrün, mal in Zivil, durch die Volksrepublik und hat Maos Männer durch dick und dünn gebracht. Während viele chinesische Neuheiten wirken, als kämen sie frisch aus dem Copyshop, bringt der Großhändler aus Landstuhl mit diesem Auto tatsächlich ein Original mit eigenem Stammbaum nach Deutschland. Neben den üblichen SUV, Limousinen, Vans und Nutzfahrzeugen, die das Pfälzer Unternehmen über rund 250 Händler verkauft, ist der Chinese mit Geschichte die Ausnahme im Programm – und trifft offenbar einen Nerv: Wer bestellt, wartet derzeit gut und gern ein halbes Jahr.