PfadnavigationHomePolitikDeutschland„Vertrauensschutz“SPD-Politikerin macht Kompromissvorschlag im Streit um „Rente mit 63“Stand: 09:27 UhrDie Arbeitgeber haben sich entsetzt über den Widerstand einiger CDU- und SPD-Ministerpräsidenten gegen die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente gezeigt. Wer die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sichern wolle, müsse den Sozialstaat reformieren.Der Streit um die Frührente reißt nicht ab. Obwohl Union und SPD das Rentenkonzept der Kommission grundsätzlich umsetzen wollen, fordert die SPD-Rentenpolitikerin Annika Klose nun einen jahrelangen Schutz für Betroffene.Die Rentenpolitikerin der SPD-Bundestagsfraktion, Annika Klose, schlägt für die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente eine Übergangsfrist von fünf Jahren vor. Die Rentenkommission habe empfohlen, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren unter Wahrung des verfassungsgemäßen Vertrauensschutzes abgeschafft werden solle. „In Rentenfragen bedeutete dies in der Regel fünf Jahre“, sagte Klose, die selbst Kommissionsmitglied war, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Eine entsprechend lange Übergangsfrist wäre auch hier geboten.“In den Empfehlungen der Kommission heißt es zu dem Punkt lediglich, die abschlagsfreie Frühverrentung – aktuell mit 64,5 Jahren möglich, landläufig aber weiterhin als „Rente mit 63“ bezeichnet – solle „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ abgeschafft werden.Klose sagte überdies, dass auch bereits abgeschlossene Altersteilzeitverträge berücksichtigt werden müssten, denn diese hätten Laufzeiten von bis zu zehn Jahren. „Entsprechend ist eine Ausgestaltung mit langen Übergangsfristen sinnvoll und geboten.“Lesen Sie auchBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten sich dafür ausgesprochen, das Rentenkonzept der Kommission komplett umzusetzen. Inzwischen gibt es aber nicht nur aus der SPD, sondern auch von ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Kritik am Aus der abschlagsfreien Frührente. Bas hat sich daher dafür offen gezeigt, auf diesen der SPD ohnehin unwillkommenen Punkt zu verzichten, falls die Union das will.dpa/krö