Akute SchreibwutDas Briefeschreiben ist in Deutschland aus der Mode gekommen. Seit Jahren vermeldet die Deutsche Post immer weniger Briefsendungen. Doch die SPD, so scheint es, trotzt dem Trend (mehr hier ). Unter Genossinnen und Genossen ist der Brief zurzeit ein beliebtes Kommunikationsmittel.
Parteichefs Bas, Klingbeil: Viel Post
In der Partei kursieren auffallend viele Briefe, verfasst von Basismitgliedern und Funktionären. Die Adressaten sind meist die beiden Chefs, Bärbel Bas und Lars Klingbeil. Ihnen dürfte die viele Post kaum Freude bereiten. Eine Auswahl:Markus Kollmeier, Chef der SPD Bielefeld, schreibt, dass viele Sozialdemokraten »zu Recht enttäuscht« seien von der Arbeit der SPD in der Bundesregierung. Die »liebe Bärbel« und der »liebe Lars« sollten sich entweder auf ihre Ministerämter oder den Parteivorsitz konzentrieren.Die Genossinnen und Genossen aus dem hessischen SPD-Unterbezirk Groß-Gerau fordern in einem Brandbrief einen Mitgliederentscheid über die Parteispitze.Sieben Arbeitsgemeinschaften aus dem SPD-Landesverband Hessen beklagen in einem offenen Brief den schwarz-roten Reformkurs.Außerdem fordern Steffen Krach, Spitzenkandidat der Berliner SPD für die Abgeordnetenhauswahl Ende September, und der schleswig-holsteinische Landeschef Ulf Kämpfer SPD-Bauministerin Verena Hubertz per Brief auf, die geplanten Wohngeldkürzungen zurückzunehmen.Was hat das plötzliche Schreibfieber zu bedeuten?










