PfadnavigationHomePolitikAuslandBis zu hundert ProzentTrump verhängt neue Zölle auf Drohnen – China wird besonders getroffenStand: 01:41 UhrLesedauer: 2 MinutenUS-Präsident Donald Trump Quelle: AP Photo/Mark SchiefelbeinDas Weiße Haus begründet die neue Maßnahme mit der nationalen Sicherheit. Die Abhängigkeit von China soll verringert werden. Auch Drohnen aus der EU sind betroffen.US-Präsident Donald Trump hat Zölle von bis zu hundert Prozent auf Drohnen und ihre Bestandteile verhängt. Er unterzeichnete am Donnerstag eine entsprechende Anordnung, mit der die Abhängigkeit von Importen in der von China dominierten Branche verringert werden soll. Das Weiße Haus begründete die Maßnahme mit der nationalen Sicherheit.Die neuen Zölle würden zudem die „verstärkte heimische Produktion“ von Drohnen und deren Komponenten fördern und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten verringern, hieß es in der Erklärung des Weißen Hauses. Zölle von 100 Prozent sollen demnach unter anderem für Drohnen mit einem Startgewicht von mehr als 25 Kilogramm gelten sowie für Fluggeräte, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Auf kleinere Drohnen werde ein Zollsatz von 25 Prozent verhängt.Lesen Sie auchDie meisten neuen Zölle sollen den Angaben zufolge am 3. September in Kraft treten. Sie werden vor allem China treffen: Übereinstimmenden Studien zufolge beherrscht das 2006 gegründete chinesische Unternehmen DJI rund zwei Drittel des weltweiten Drohnen-Marktes.15 Prozent auf Drohnen aus der EUDrohnen und ​Bauteile aus der ‌Europäischen Union (EU), Japan, Liechtenstein, Südkorea, der Schweiz und Taiwan würden laut US-Präsidialamt zukünftig mit 15 Prozent verzollt. Für Einfuhren aus Großbritannien liege der Zollsatz bei zehn Prozent. Der Entscheidung vorausgegangen war eine Untersuchung von US-Handelsminister Howard Lutnick. Der Minister sei zu ‌dem Schluss gekommen, dass Drohnen ⁠und entsprechende ‌Bauteile von bestimmten ​ausländischen Unternehmen ⁠Sicherheitsrisiken darstellten, hieß es ​in dem vom Weißen Haus veröffentlichten Text der Anordnung. Zugleich ‌produziere ​die heimische Industrie nicht genug, um den Sicherheitsbedarf zu ‌decken.AFP/rtr/luwi