Einem Team von Forscher:innen des Oak Ridge National Laboratory im US-Bundesstaat Tennessee, der Cleveland Clinic im US-Bundesstaat Ohio und dem IT-Unternehmen IBM aus Armonk im US-Bundesstaat New York ist ein wichtiger methodischer Schritt im Bereich der Fusionsenergie gelungen. Wie in einer auf der Forschungsplattform Arxiv veröffentlichten Publikation zu lesen ist, nutzte das Team quantenzentrierte Supercomputer, um das chemische Verhalten einer speziellen Salzschmelze zu simulieren. Dieses als FLiBe bekannte Material gilt derzeit als aussichtsreichster Kandidat, um in künftigen Fusionsreaktoren das für den Betrieb zwingend benötigte Tritium effizient herzustellen.Anzeige
Kernfusion benötigt Tritium für den laufenden Betrieb
Die Kernfusion gilt als Hoffnungsträger für saubere Energie, weil sie anders als die Kernspaltung keine unkontrollierbaren Kettenreaktionen und weniger radioaktiven Abfall produziert. Damit sie funktioniert, müssen die Wasserstoff-Isotope Deuterium und Tritium im Reaktor bei über 100 Millionen Grad Celsius zu Helium verschmelzen, was enorme Energiemengen und hochenergetische Neutronen freisetzt.
Ein zentrales Problem auf dem Weg zu funktionierenden Kraftwerken ist jedoch die Versorgung mit dem äußerst seltenen Brennstoff Tritium. Da ein kommerzielles Kraftwerk gezwungen sein wird, diesen selbst zu erbrüten, suchen Forscher:innen händeringend nach optimalen Methoden zur Tritium-Gewinnung.Anzeige








