Stand: 13.08.2026 • 17:30 Uhr
Die Pegel im Rhein erreichen historische Tiefststände. Wo sonst Wasser fließt, kommen Kampfmittel, Munitionsreste und Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zutage. Der Kampfmittelräumdienst ist im Dauereinsatz.
"Ich bin entspannt", sagt Sascha Hummrich und lächelt. Gleich wird er im Neoprenanzug in den Rhein steigen, um eine Bazooka auf dem Grund des Flusses abzulegen. Die Panzerabwehrhandwaffe soll im Wasser gesprengt werden.
Hummrich und sein Kollege Marco Ofenstein vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz (KMRD) haben die Bazooka, die Spaziergänger am Ufer des Rheins in Koblenz-Wallersheim gefunden hatten, verpackt, mit Sand gesichert und mit einem Zünder versehen.
Was aussieht wie ein verrostetes Rohr ist auch 81 Jahre nach Kriegsende noch immer hochgefährlich, erläutert Ofenstein: "Bei unsachgemäßer Handhabung kann sich das Kampfmittel nochmal detonativ umsetzen, das heißt konkret: Wenn man da dabei ist, überlebt man das Ganze nicht."













