Schwimmer machen gefährlichen Fund in Zürcher Flussbad: Scharfe Handgranate nahe Ufer entdecktAm Donnerstagnachmittag haben Spezialisten der Schweizer Armee eine Handgranate aus der Limmat geborgen. Sie stammt aus dem Jugoslawienkrieg.13.08.2026, 17.16 Uhr2 LeseminutenDie gefundene Handgranate auf dem Flussgrund ist mit einem Stift gesichert. Wird der Metallbügel losgelassen, löst der Zündbolzen die Entladung aus.Stadtpolizei ZürichAm Donnerstagmorgen haben Schwimmer beim Flussbad Unterer Letten in Zürich einen gefährlichen Fund gemacht. Sie meldeten der Stadtpolizei, dass sie auf dem Grund der Limmat eine Handgranate gesehen hätten.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Taucher der Wasserschutzpolizei führten daraufhin an der bezeichneten Stelle einen Erkundungstauchgang durch. Dabei stellten sie fest, dass es sich tatsächlich um eine echte Handgranate handelte. Der Gegenstand lag rund einen Meter vom Flussufer entfernt.Wie in solchen Fällen üblich, wurde das Kommando Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung (Kamir) der Schweizer Armee über den Fund informiert. Am Nachmittag führten zwei Spezialisten des Kamir einen weiteren Tauchgang durch. Sie stellten fest, dass es sich um eine scharfe Handgranate aus dem Jugoslawienkrieg handelte.Wie der Sprecher der Stadtpolizei Zürich, Marc Surber, erklärte, war die Handgranate gesichert mit einem sogenannten Sicherungsstift. Erst, wenn mit dem Metallbügel daran gezogen wird, löst dies nach ein paar Sekunden eine Sprengstoffexplosion aus.Kurz nach 15 Uhr 30 konnte die Handgranate geborgen werden.Das Forensische Institut Zürich transportierte die Handgranate anschliessend mit einem Spezialfahrzeug zur fachgerechten Sprengung ab.Während der Bergungsarbeiten sperrte die Stadtpolizei den betroffenen Bereich der Limmat beim Unteren Letten aus Sicherheitsgründen ab. Surber sagt, es sei genügend Distanz zu den Badenden gewahrt worden, doch der Betrieb habe weiterlaufen können.Nun laufen die Ermittlungen durch das Forensische Institut. Folgende Fragen sollen geklärt werden? Woher genau stammt die Waffe? Unter welchen Umständen und wann kam diese in die Limmat? Marc Surber nennt einen möglichen, spekulativen Grund: Es könne sein, dass jemand die Handgranate bei einer Hausräumung eines Verwandten gefunden habe. Womöglich habe die Person nicht gewusst, wohin damit. Statt sie regelkonform abzugeben habe sie diese in der Limmat etwas oberhalb oder beim Unteren Letten entsorgt. Allzu weit könne die Handgranate wegen ihres Gewichts nicht abgetrieben worden sein.Eine Handgranate besteht aus einem Metall- oder Kunststoffhohlkörper und ist mit einer Sprengladung gefüllt sowie mit einem Zeit- oder Aufschlagzünder versehen. Zur Steigerung der Splitterwirkung kann die Wandung des Hohlkörpers mit Bruchstellen versehen sein oder selbst weitere Metallteile oder Kugeln enthalten.Funde von Waffen in Gewässern kommen immer wieder vor. Im August 2022 entdeckten Taucher im Zürichsee ein Minenwerfergeschoss aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch während Limmatsäuberungen kann es vorkommen, dass Waffen gefunden werden.Passend zum Artikel