Kriminelle haben sich Zugriff auf Millionen Gesundheitsdaten verschafft. Es soll einer der größten Cyberangriffe in der Geschichte Polens sein.

Warschau: Wie kann die polnische Regierung gegen die Hacker vorgehen?

Radek Pietruszka/PAP/dpa

Millionen Menschen in Polen haben Angst: Was wollen Hacker mit ihren Patientendaten? Können Diebe mit der persönlichen Identitätsnummer „Pesel“ nun knapp 19 Millionen Bankkonten leer räumen? In Warschau bestätigte Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski am Mittwochabend, dass es sich um einen der größten Cyberangriffe in der Geschichte Polens handle. Zugleich wies er darauf hin, dass mehrere Geheimdienste den Tätern auf der Spur seien und die Datenbeute bislang weder im Internet aufgetaucht noch der polnischen Regierung zum Ankauf angeboten worden sei.

Ersten Ermittlungen zufolge steckten „weder Russland noch ein anderer Staat“ hinter dem Cyberangriff. Obwohl das Motiv der Täter unklar ist, geht der Minister von einem finanziellen Interesse der Hacker aus. Der polnische Staat werde sich aber auf keine Verhandlungen einlassen und auch nichts zahlen.