Viele Menschen kennen ihre Werte bei Cholesterin, Blutdruck oder Blutzucker. Ein weiterer Laborwert bleibt dagegen oft unbeachtet: Lipoprotein(a), kurz Lp(a). Dabei kann gerade dieser Wert wichtige Hinweise darauf geben, wie hoch das persönliche Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gefäßerkrankungen ist. Das berichtete das Handelsblatt nun in einem Artikel.
Häufig als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet
Lp(a) gehört zu den Blutfetten und ähnelt in seinem Aufbau dem LDL-Cholesterin, das häufig als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet wird. Hinzu kommt jedoch ein besonderes Eiweißmolekül, das Apolipoprotein(a). Diese Kombination kann sich in Gefäßwänden ablagern und dort Prozesse fördern, die Arterien verengen oder Entzündungen begünstigen. Auch die Bildung von Blutgerinnseln kann dadurch beeinflusst werden.
Das Besondere: Wie hoch der Lp(a)-Wert ausfällt, hängt überwiegend von den Genen ab. Anders als bei vielen anderen Risikofaktoren können Sport, Ernährung oder Gewichtsabnahme den Wert selbst kaum verändern. Gerade deshalb empfehlen Fachleute, ihn zumindest einmal im Leben messen zu lassen. Besonders sinnvoll ist das bei Menschen, in deren Familie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen vergleichsweise früh aufgetreten sind.






