Fehlspekulationen am amerikanischen Immobilienmarkt haben deutschen Banken einen wenig schmeichelhaften Spitznamen beschert: „dumb german money“, also dummes deutsches Geld. Nach der Finanzkrise 2008 musste die Hypo Real Estate (HRE), damals neben der Eurohypo die größte deutsche Immobilienbank, staatlich abgewickelt werden. Aus den gesunden Resten ist die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) entstanden.Diesen Namen trug früher die Depfa Bank, deren Übernahme der HRE später zum Verhängnis wurde. Doch steht der Pfandbrief auch für eine deutsche Finanzinnovation, die auf den alten Preußenkönig Friedrich den Großen zurückzuführen ist. Der Pfandbrief wurde in der ganzen Welt als Covered Bond bekannt.Deutsches Geld ist und war nicht immer dumm, auch wenn sich die PBB am gewerblichen US-Immobilienmarkt eine blutige Nase geholt hat. Deshalb kündigte sie im vergangenen Jahr den schmerzhaften Rückzug an, der eine hohe Risikovorsorge erforderlich machte und der Bank einen Verlust einbrockte. Nun schreibt die PBB wieder schwarze Zahlen, obwohl das Marktumfeld alles andere als einfach ist.Noch ist es zu früh, den Umbau für erfolgreich abgeschlossen zu erklären. Aber die Bank ist auf einem guten Weg dorthin. Der Umbau ist ihr in die Wiege gelegt worden und ist inzwischen fast schon ein Dauerzustand. Der Vorstand um den Vorsitzenden Kay Wolf muss nun seinen vorsichtigen Kurs halten und bei Risiken wachsam bleiben.
Der ewige Umbau der Pfandbriefbank
Der Immobilienfinanzierer ist aus der staatlich abgewickelten HRE hervorgegangen. Nun muss er sich wieder neu ausrichten.







